HomeUeber die Ursachen der ErdbebenPagina 9

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lleber bie llrïachen ber (Erbbeben, ein hiftorifcher ëfiüdfbficf. 5
ïêebenb, namentfich mit bem ilänffiren ber äfbern, bergfichen mirb, mobei ein
eingeïchfoffener täampf gum äfubbrnche fommt unb ïffiaufmnrfbarbeit ber=
richtet; bnrch {ofche äfubbriiche merben Ellfèanern nnb .S§äu{er {o griinbfich gere ·
{tört, ba{; man faum eine Gpnr mehr babon erfennt. äïëir haben hier bie
23e{chreibung ber horigontafen (63rbbe‘beniveffen, ber an{roärtb gerichteten Cätöhe
nnb ber totafen llmmäfgung ber (Erbrinbe. ëàriechenfanb, {omohf afb Stafien, , {
bot nur affgnhäufig Gäefegenheit, bie{e berfchiebenen äïïemegnngen gn beobachten
nnb über beren Llrfachen nachgnbenfen.
Qïëab bie äfften über bie ©ene{ib ber Cërbbeben bachten, {inben wir be=
{onberb in ben naturphifofophifchen Cëchriften bon 2fri{totefeb nnb @eneea
· aufgegeichnet. .
2Im menigften {uchten {ie bie LIr{ache ber (ërbbeben, mie bie Qäabhfonier,
in gemi{{en @e{tirnen. €©er @runb ber (Erbbeben fag ihren ï9or{teffnngen 1
hy _ geiniië in ber Cïrbe {efb{t. ï®er er{te griechi{che äfïtronom, ïhafeb bon {
‘ _ áfïiifet (640-545), bon bfbftammnng ein ibhbnifer, aber bon äghpti{chen
I i]3rie{tern befehrt, ïoefcher Qfffeb aub ber noa{{er{br1nigen llrmaterie entftanben 1
Q gfaubte, hieft bafür, ber Cërbförper {chmimme auf einer 253a{{erma{{e, roefche
Q ben untern ïheif ber Sïnininefbfngef erfiiffe. (Eb fag ihm baher nahe, gn
‘ gfanben, bah bie Cêrbe gnïoeifen bon biefem QBa{{er bemegt ober biefmehr nur {
erïchüttert merbe; er erffärte {ich aub bie{er Qäeïoegnng beb Qïäafferb _ben 1Im=
g ­ {tanb, bah bei Cërbbeben guroeifen neue Queffen gum êläorïchein bommen] i
äïäenn fïhafeb eine ëonnenfinfternië borher{agen fonnte, {o {off ‘J3here= {
. fhbeb (550), ber ïëehrer bon ilähthagorab, {ogar ein Cêrbbeben auf êfhrob,
einer S‘n{ef beb %fegäi{chen äffieereb, borhergeïagt haben. ®ie{er *l3hifo{oph ä
hat in einer ©chri{t {eine äfnfichten über bie Qïäeftbifbnng niebergefegt, mobei
er äghpti{chen S‘been {ofgte. ®ie (Erbe mar ihm eine ffach gembfbte Cächeibe,
bie in ber älfiitte ber äbeftfngef {rei {chmebe. @r mirb af{o bei ben @rb= {
. * beben meniger (êóemicht auf bie Qäeniegung beb ïïêafferb gefegt haben, afb
_ ïhafeb. ëfiach anbern áöerichten mar Qfnarimanber ober Qfnaragorab
2 . berjenige, ïoefcher ein (Erbbeben boranbgeïagt haben {off (çbfin. H. N. XI. 79, J
Qfmmian. álïiarc. XXII. 6), eine Qïoranbfage, mefcher bieffeicht eine gemiïfe, §
{ auf meteorofogi{che Cärfcheinungen begriinbete Qäefiirchtnng gn Górnnbe fag 1) {
1) (ërbbeben boranbgu{agen, haben auch in neuerer 8eit mehrere (êáefehrte {cheinbar J
nicht ohne @r{ofg ber{ucht. ‘ï·ron in Häuïiê {agte am 24. Sannar 1872 ein Gërbbeben
an, mefcheê am fofgenben ïage in ber ïürfei {iattfanb; eine {tarfe pfbgfiche bon 92orb=
roeft nach @3iibo{t {ich fortpffangenbe êöemegung beb Snftbrucfeë naar bei bie{er 2%erfün= è
bignng maëgebenb. (Eine ähnfiche äierfiinbigung bon êlinfarb (bffgier) bom 12. Sbegember ‘
1869 traf in ëmfjïliü gn, eine anbere bom 5. Dïtober 1871 in äliarna. Gieïiiiht auf
magneti{rhe ërïcheinnngen {off Sbeftieug im ëeptexnber 1875 mährenb eineb afb ($5e= .
_ {ammter{cheinung mehrere ïage banernben (êrbbebenb bie eingefnen ëtbëe etnaa 2 êtunben ,
haben boraubïagen fbnnen. äëabaro fegt beim 58oran§»{agen ber Gïrbbeben am meiften ë
- Qáemicht auf bie {ogen. {eibmometrüchen ëäeobachtnngen ber ffeinften nur an beïonbern T
älëorrichtnngen erfennbaren fërïchiitterungen, gu beren Qfufgeiahnnng {ich in Stafien eine Q
` ëfieihe bon (äefehrten berbunben hat. (iin fommenbeb (Erbbeben {off eben babnrch ange=
beutet ïoerben, ba{; {eibmornetrifche ëiinhe nach {ehr {tarfer ieibmometriïcher Qäemegung §