HomeUeber die Ursachen der ErdbebenPagina 19

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lïeber bie llrfachen ber ërbbeben, ein hiftorifcher êïiücfbïicf. 15
i Céntiabnngen einige Sahre feltener getoefen. 233enn gemöhnïich ftiirmifche,
gemitterreiche Sahre afê erbbebenreiche angefehen merben, fo naar ein after
Gäeiehrter (áïiafch, Ghron. b. CS.) grabe entgegengefehter älïèeinnng; wenn
etliche ilïèonate ëlïëinbftille herrfche, fei Cïrbbeben gn befürchten. ,,(§§emiB ift
g (Erbbibem gn beforgen iin Sar, nwann gar feine äbonner nnb Qïäetter feinb,
i fo baê Cïrbrich erfchiitten." (E5 fcheint baê ërbbebenámarimnm je nach ben
‘ Eänbern berfchieben eingntreffen. áïiach ïàfininä treffen auf .S§erbft nnb
{ Sriihfahr, fo mie bie tneiften Cëemitter, auch bie meiften (Erbbeben;1) baê
_ mag für Staïien, biefleicht, maë ben Sfyerbft betrifft, anch für ‘BortugaI richtig
fein, too bie Gäemitter in ber §JJèitte beê Cäommerä feitener, afê im Qïäinter
nnb an ben äïeqninoftien borfommen, bie Cërbbeben nach Bint ,,nnr" (?) in
i ben ábionaten Qftober biê äbprilf. äinch mohl für Qàriechenïanb, mo nach
f iläonqneoiiïe nnb ‘Berreh bie Cirbbeben im höerbfte am hänfigftenfinb.
· Sm älfïgemeinen finb aber in Cënropa bie Cëfrbbeben im Qïäinter, bie Gáemitter
i im ©o1nmer bei toeitem am hänfigften.
i êöertreten nicht in geïoiffen ïêänbern bie Cërbbeben bie fehïenben Cöáemitter
ï nnb Cötürme? @hi[i nnb ‘I$ern finb wegen ihrer hänfigen nnb gerftörenben
. Cërbbeben berüchtigt. (Fáemitter finb· aber in ‘Bern höchft feiten, feit bem
Sahre 1582 hatte man beren nar 4 anfgegeichnet. S‘n Ghifi finb ©emitter
feiten, Cätiirme faft, Drfane nnb s§ageI gänglich nnbefannt. ®agegen fcheint
' baê ärühfahrwieqnitioftinm (ftatt ber êtürme?) in iläern nnb ëYèen¢%Inba=
eg Infien hinfichtïich ber Cófrbbeben befonberê gefährïich gn fein. (Qi. b. @n1n=
boIbt.2) . f
g Eer älïèaler ©antier gïanbte im äintriebe, in ber ,,8‘1npnIfion" ber f
i Cêonnenftrahfen bie llrfache ber (ërbbeben gefnnben gn haben. ,,%IIIe
Cëtäbte, bie ben Qïrbbeben anêgefetgt finb, Iiegen in alien ïheiïen ber §IBeIt (?) E
anf ber äïseftfüfte an ber Cäee ober am Llfer grofäer @een ober am üufêe F
gegen êlïäeften gerichteter Qäerge."3) Snfofern bieê gutrifft, Ieitet eë Qant f
baoon ab, bafë bie meftfichen nnb fiibïichen Sëüften faft aller Bänber fteifer f
1) êfèach äfêerreh finb freiïich bie áïfconate Sannar, äebrnar, Wiärg, Dftober, Snni in
abnehmenber äofge für Staïien nnb Cêaoohen bie erbbebenreichften. ibieê mag mit ber c *
Beit fich iinbern. äïinnberte fich boch Geneea barüber, ba'f; baää Cêrbbeben bon äBom=
peji im äïiinter eingetroffen, ba biefe Beit fonft feine gefährïichen (ërbbeben gebracht C
haben folï (hiberuis diebus, quos vacame bali periculo majores uostri solebant pro- ‘
mittere).
W 2) ïüie Qlequinoftien bringen freilich auch ben Bänbern in höhern $Breiten mehr (§rb= A
beben. Siach einem ëBerichte bom Sahre 1746 finb in Cömhrna bie Cërbbeben hänfiger ï
in ben Qieqninoftien, befonberë in bem beê ïmühjahreê. êonberbar ift eä, baä im aïten
f äïiom ber 1. ëlïiai äeiertag gnr Qlbmenbnng ber Cêrbbeben mar. ,,Ex tmditione saera
` Froute jus oportere coli terram Kal. Majis ait, quod calorem ingeiiitum ad super.
üciem terra sursum trudens, quasi gestire et exsultare conata, terrae motus efü­ :
i cit, ut plurimum mense Maj0." J oann. Lyd. de mensibus IV.
3) Sbie lleberfegnng moranä ich fchöïpfe, ift nicht gang berftänblich; man fieht aber,
, baë ber êlëerfaffer bon oorhergehenber Sbürre, entftehenben Eliiffen, Qinêbrechen bon ï·Iammen,
. Qïnfmaïlen ber (öetoäffer burch äïiinbe fpricht. QIIQ ëöemeiê fiihrt er noch ,,bie Sage ber
Cäfrbe gar Cöonne gnr Beit ber ftärtften Cötöfge." ‘