HomeUeber die Ursachen der ErdbebenPagina 12

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8 _ Ileber bie llrfachen ber Cêrbbeben, ein hiftorifcher ïiiücfbïicf. g
Qlnaragoraê bei feiner Cêrfiürnng nicht bie äïsirtnng ber nnter ïbrncf im ä
ërbinnern befinbiichen ïënft, anf wetche aber borgügïich fein ëchüïer (öewicht E
geiegt haben foü. ®ie ëliatnrforfcher hieiten bamaiê, wie fie eä noch hente i
thnn, berfchiebene llrfachen gnr Cërgengnng bon ërbbeben wirffam. Cóïpifnr ·§
(350), ber einerfeitb gfanbte, bah fomprimirte Bnft bieifach im Cêbiefe fei, ’g
anbererfeitê eê für ebenfo wahrfcheinïich hieit, bah bfterê bie Cätühen ber 1 ·
ërbfrnfte nnterminirt würben nnb bann nachgiiben ober einftürgten, geftanb
bie ëchwierigfeit ein, gn fagen, weïche Llrfache im eingelnen äaite thütig ge=
wefen fei. _
äïëie ilêfato über Cërbbeben bachte, wiffen wir nicht; bon ihm ift nnê
nur ber äinëfiprnch überiiefert, bie (Srbe an fich fei gwar nnbewegïich, boch "
gewiffe iïheiie berfeïben würben wegen ihrer Socferheit ober §Dünnheit er=
fchüttert. (ilätntarch.) (Sir hat bieüeicht fagen wotïen, bah bie bünnften
Cäteïïen beë Banbeê oom innern Qnftbrncfe am meiften getroffen würben. ;_
Qiriftoteteê (322) fnchte atie Qbrünbe geftenb gn machen, nm gn be= `
weifen, bah bie Cërbbeben gewbhnlich bnrch Bnft nnb Qümpfe, weïche in
Cèfrbhbhïen fich eingefchïoffen finben, ergengt würben. Qöhfenreiche ïêünber ë
(äeüefpont, äichaia, Qnbba, ©iciIien) feien ben ërbbeben am meiften an6= · fi
gefeht, fofche eriitten bie heftigften Cërfchütternngen. êïïäenn êïrbbeben ftatt=
fiinben, fei eo winbftiïï, eben wei! ber äïëinb in bie Qrbhbhïen eingebrnngen
fei. Sbie ïênft fehe bei Cirbbeben baê äïëaffer in äinfrnhr. ïênft, bnrch ben (
Cêrbbrncf eingepreht ober aber in êöewegnng gebracht, habe eine grohe Siraft,
( im Qamupfe überwinbe fie grohe Qaften nnb fei wohi im Cëtanbe, wenn fie
einen äinêgang anê ben sïnihien fnche, bie Cërbe gn erfchüttern ober, wie ein
Qeif, bie Cërbbecfe anêeinanber gn treiben (‘1$Int.). Sn berartigen ääüen
hbren bie Cêrbbeben nicht eher anf, bio bie eingefchioffenen äüinbe anêbrechen g
nnb einen ®tnrm ergengen, wie bieê bei einem Cêrbbeben gn Säerafiea im
üäontnä (S25?) gn feiner geit ber äaiï war. äiehnlich gefchah eo bei einem .
frühern àinëbrnche im àiegüifchen ábieere, afê bie 3‘nfeI sïuiera entftanb. älüan
fah bamalë, wie fich bie Cëfrbe hügeïfbrmig nnter Göeränfch erhob, bann rih
nnb biet ïênft mit êïener nnb äifche anêwarf, wobnrch baê nahe geïegene
ïêiparü in Qäranb gefeht wnrbe. Qie Qifche fiog biê gn einigen Cätübten li
e Staiienê. äinch bie Cêrbgerünfche, wefche bie Qêrbbeben begIeiten," ebenfo wie
[ jene, bie ohne Qïrgittern beê ääobenê fomnien, finb Bnfterfchütternngen; ber E ‘
V babei ergengte ïon ift berfchieben, je nach ber Qöeftaft ber Qbhïen, nach ber
( Qonfifteng nnb ïïorm ber gvbhienwünbe. §Der ïon geht bem Qäeben gewbhnfich
( boranê, weii ïöne feiner finb nnb fchneüer fortbewegt werben, afb Qnft.
f iüei ber Hllbüiïftälïbigtïl Qenntnih, wefche bie äiiten über bie (ëigenfchaften
· ber Sênftarten nnb Qümpfe hatten, ift eb nicht gn berwnnbern, wenn bei
biefer fïheorie für nnb mancher ilënnft angreifbare Gëeiten bietet nnb anch
für bie fgeitgenoffen bnnfei nnb gweifeïhaft gebfieben fein mnh. 2Irifto= f
teteê mnhte feibft fühïen, bah eb ben (S5rünben, bie er für feine àähpothefen g
i borbrachte, an ftrenger êöeweiêfraft fehïe, befonberê jenen, bie er bem ®e=
biete ber ilähhfioiogie nnb iläathofogie entnahm. Cëntftehen boch anch in nnferm i r
i Qbrper, fagt er, gitternbe ober gar fonbnifibifche Qüewegnngen, wenn ïènft in ·