HomeDer Socialismus der gebildeten StändePagina 79

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2 schöpferischen Phantasie verwandeln sich dem damit T
Begnadeten gar oft in ein Danaergeschenk. Schiller
{ wäre auf einem modernen Gymnasium höchst V3hl‘­ i
" scheinlich, Goethe ganz gewiss zum öftern sitzen ge- ,
4 blieben und schliesslich gar als talentlos ausgemustert
Y worden. “ 4 l
, Ammon Sägi. W€llZ€I'I
,,Ich habe bei Gelegenheit auf die Ergebnisse der
l Erhebungen hingewiesen, welche Francis Galton durch
' Fragebogen bei einer grösseren Anzahl englischer
Naturforscher allerersten Ranges angestellt hat, und
aus denen hervorgeht, dass etwa die Hälfte jener Ge-
Q lehrten, darunter auch Ch. Darwin, sich über die
ganz unnötige Erschwerung beklagte, welche ihnen
beim `Unterricht durch die ausschliessliche Bevorzugung
der alten Sprachen und durch die Abwendung vom
. T eigenen Becbachten bereitet wurde, während ihr Ver-
; langen nach naturwissenschaftlichen Kenntnissen auf
der Schule ungestillt blieb. WVurde doch der berühnite
Chemiker Liebig bis in Prima für einen durchaus un-
i` begabten Schüler verzollt, und dennoch hat er später
1 der WVissenschaft· neue Bahnen gebrochen.
Noch leichter überzeugen wir uns von der Um·ich-
tigkeit der von den humanistischen Gymnasien geübten
Auslese, wenn wir zu den Fächern de1· angewandten Natur-
1 wissenschaften übergehen. Sollte man nicht ein ganz
I guter Ingenieur oder Elektrotechniker sein können,
y ohne es in Latein und Griechisch bis zur Vollendung
i gebracht zu haben? Lehrt nicht die Erf`ahrung des
T täglichen Lebens, dass eine llenge der bedeutendsten
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