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E fest, dass bei Kindern von Nichttrinkern 82 0/0, bei
, solchen von Trinkern nur 17 0/0 gesund sind,
0 / Nun gibt Deutschland jährlich 2500 Millionen
` " Mark für geistige Getränke aus. Es wurde zwar
ii auch früherviel getrunken. Aber erst in den letzten Jahr-
.4 hunderten und besonders in den letzten J ahrzehnten
. nimmt mit der `Vervollkornmnung der Braukunst die
ï Verallgemeinerung des Trinkens in schrecklichem 0
· Masse zu, nicht nur in der Stadt, sondern auch aut
dem Lande. Muss dies nicht notwendig eine förmliche l
Entartung der Rasse nach sich ziehen?
Das Bier, das zwar weniger Alkohol enthält als
‘ 0 WVein und Branntwein (Bier 4 0/0, Branntwein 40-50 0/0),
ii, ist ein Luxusgegenstand, dessen Nahrungswert
in gar keinem Verhältnis zu seinem Preise
steht. Gerade dort, ivo die grössten Strapazen e1·-
heischt werden: iin Kriege, beim Sport (WVettrennen, '
i W€tt1`l1dG1‘H u. s. w.), auf Forschungsreisen, zeigt sich
l die Schädlichkeit des Alkohols am klarsten.
B Bei einer allgemeinen Sterblichkeitszili"e1· von 10000
E trelicen auf Landwirte 630, Bierbrauer 1361, Wi1·te
1521, Kellner und Kellnerinnen 2200 Todesfälle.
, Trotz der grossartigen Errungenschaften der Neuzeit W
0, auf allen Gebieten, lässt sich ein weiter Riück­~
ä l gang in ethischer Beziehung nicht leugnen. Dieser
l hat aber seine Hauptursache in der Zunahine der
j Trunksucht, Weil das lVirtshaus die Centrale und 0
l der Brennpunkt des gesaniten Lebens gewor-
? den am).
ä *) In allen grössern Städten, in den frequentesten Strassen, ’
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