HomeDer Socialismus der gebildeten StändePagina 70

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Völkergift“. Einige seiner Angaben mögen hier Raum 2
finden:
»In späteren Zeiten wird wohl die Gegenwart als W ,
die Alkoholperiode der Menschheit bezeichnet werden, ` k
weil die Trunksucht "noch nie so allgemein verbreitet
war, wie in der Jetztzeit. Die menschliche Natur em- E-
pfindet eben ein gewisses Bedü1·f'nis nach Genussmitteln, ­
welche die seelische Verstimmung umändern. Diesem l
Bedürfhisse ist der menschliche Trieb nach Genuss ‘
narkotischer (betäubender) Mittel zuzuschreiben. Deshalb
ündet man bei allen Völkern berauschende Genussmittel.
Und doch hat der Genuss solcher Getränke die nach-
teiligsten Folgen, so dass man den Alkohol mit Recht
als Völkergift bezeichnen kann. E
Der anscheinend so vielen Genuss bringende Alkohol
wirkt, wenn auch nur täglich in kleinen Dosen ge-
nommen, schliesslich als Gift, wie gerade in München, ‘
_ dem Mittelpunkt des Bierverbrauchs., die so häuügen,
plötzlichen Todesfälle vollkommen gesund erscheinender
Männer schlagend beweisen. Verfettete, geschwächte
Herzen, gesclirumpfte Nieren, verfettete oder verhär­ i
tcte Lebern, feinere Veränderungen der Blutgefässe,
welehe im Gehirn durch Zerreissen zu Schlaganfällen i
und zu Gehir11e1·iveicl1unge11 führen, chronische Katarrhe ä
des Magens und der Lultröhre u. s. w., Zittern der §
Gliedcr, Geisteskrankheit, delirium tremens - das sind
`fll'l§lll]g€11 des Alkoholgenusses. Ein gesundes tadel­
loses Herz und normale Niere findet man ­- nach
genauen Untersucliungen Prof`. Dr. Bollingus ­-- in l
München nu1· ausnahmsweise. Prof. Dr. Demme stellte
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