HomeDer Socialismus der gebildeten StändePagina 68

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ersten Revolution glaubten mit directen Steuern und l
allenfalls mit etwas Register- und Steïnpelabgaben den
Bedürtnissen des Staatsliaushalts eines Grossstaats im
ganzen genügen zu können. Obgleich man nun in dem
Zeitraunie nahezu eines Jahrhunderts diese Steuern
imnierhin viel uinfassender ausgebildet hat, als es iin
ersten Plane lag, und das üscalische Interesse in der
teehnischen Ausgestaltung derselben stark genug zur f
Geltung gelangt ist, reicht doch nach wie vor 1789
der Ertrag dieser einen grossen Steuergruppe bei
weitem nicht zur Deekung des Steuerbedarfs aus. Die
_ zweite grosse Gruppe, die in der Zeit der ersten Re-
volution so verfehmte indirecte Verbrauchsbesteuerung,
inuss zu diesemBehufe noch um ein paar hundert Millionen
mehr abwerfen als die bisher besprochenen Steuern
zusanimen genommen.“ _ il
Das steuergesehiclitliche Facit von allgemei­ ·
nerer Bedeutung, das wir hieraus ziehen, ist daher:
ohne stark entwickelte Verbrauchsbesteuerung,
sogar neben einer oft so übermässig fiscalisch ausge­
· stalteten directen und Verkehrsbesteuerung wie der J
geschilderten französischen, ist im ”neuen" wie im f
valten Regiment“ der Haushalt eines Grossstaats, dessen tl
geschichtliche Stellung, mit Recht oder Unreoht, einen
grossen Finanzbedarfbedingt: schlechterdings nicht
zu führen/‘ _
Nach Lord Palmerston besteht die Kunst des A
Politikers darin: gute Schlagwörter zu erfinden. Diese
Kunst hat auf dem Gebiete der Socialpolitik grosses ge- _
leistet, und ich habebisher versucht, den Wert einiger
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