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€l11B1' Zeitung heute nicht immer durch den politischen
Inhalt, sondern eben so sehr und noch viel mehr durch
die Annoncen beeinflusst wird. Man monopolisire mit I
oder ohne Entschädigung die Annoncen ­ wenn die 1 I;
Hälfte der Zeitungen diesen Aderlass nicht überwinden
kann, so ist das kein Unglück - und verlange zu- 4
gleich von jedem Redacteur einer Zeitung, die mehr
als 200 Abonnenten hat, einen wissenschaftlichen Nach-
weis seiner Befähigung, olme welchen er nirgendwo
bei einer Zeitung, die mehr als 200 Leser hat, zuge­
lassen werden sollte.“
Aueh die Landwirtschalt möge sich die ,,praktischen
Vorsehläge“ Sehalls zu Herzen nehmen. Er bezweifelt
allerdings selbst, hei ihr ein günstiges Ohr zu linden,
denn er sagt:
,,Freilich wird der Betrieb der Landwirtschaft durch
solche Bestimmungen gegen die jetzigen Ordnungen
und Gewohnheiten arg belästigt werden; wer aber
solche Belästigungen scheut, wird durch nichts ge-
zwungen, sie sich freiwillig aufäuerlegen, da es ihm
freisteht, sich einen andern Erwerbszweig zu
erwählen! ll
` Die Rüclasicht auf die hohen Ueberschüsse (ll!)
muss mit Notwendigkeit der Rüclçsicht auf eine ge-
sunde und menschenwürdigere Lebenslage der verhei­ ‘
rateten und ledigen Tagelöhner weichen." -
Schall bringt wenigstens positive Vorschläge, wäh-
rend Naumann sein Wirtseliaftsprogramm aus ,,freier
Luft" construiren will. Die Annahme liegt mir ferne, dass
er . i c. i i 2 we "`.c,-;ic