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I #$1
Etats der öffentlichen Arbeiten wird der Rhein­Seeweg l
vom Abgeordneten Knebel in sachlicher und eingehender
Weise angeregt und in liebenswürdiger Antwort vom
Regierungsvertreter wieder ad acta complimentirt. I"
i Weshalb bleibt Herr Knebel so allein bei seiner
Anfrage? j
Allerdings, viele der Abgeordneten haben so viel I
Specialwünsche ihrer Kreise vorzutragen: vwarum der
Zug nach Posemuokel keine vierte Classe führe - K
warum die Schnellzüge in Buxtehude nicht halten u. s. w."
dass sie für ihren Wahlkreisen fernliegende grosse I
nationalen Aufgaben wie der Rhein-Seeweg keine
Zeit haben. Aber die anderen, die fortwährend die A
· Fürsorge für die arbeitenden Classen ini Munde
führen, warum stehen sie nicht aufund treten ein für die
wahren interessen der Arbeiter und sagen: hier R
ist eine grosse Arbeit, hier ist eine Gelegenheit, Tausende l _
zu beschäftigen, unsern ganzen Westen vom Auslande
freier zu machen, viele Millionen dem Vaterlande zuzu-
führen, die heute den uns absperrenden holländischen
und belgischen Seehäfen zufliessenl? Und man komme
doch nicht mit dem Einwand, dass keine Mittel für ,,;,
solche Anlagen vorhanden seien in einem Lande, was
I nach einer Taxe 8 Milliarden in ausländischen Werten ‘
angelegt hat, wesentlich deshalb, weil es im lnlande an «
passender Verwendung fehlt. An diesen ausländischen
af`:
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