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weil sie überhaupt der Kernpunkt aller sccialen
Prcbleme ist, um darauf zu antwcrten: Man schaffe dem
Vclke zunächst Arbeit. Carlyle sagt: ,,Das einzige Glück,
l um das sich je ein mutiger Mann viel kümmerte, war
L Glück genug, seine Arbeit fertig zu bekemmen. Nicht:
,,1ch kann nicht essen", scnderna ,,Ich kann nicht
arbeiten", das war der Sinn aller weisen Klagen
der l’[enschen." Wenn all die kostbare Zeit, welche
V ven Leuten wie Naumann und der grossen Schar der
_l Socialrefcrmer auf wertlcse Speculaticn vergeudet wird,
ë dem Nachdenken über neue wirtschaftliche Ziele, der
l Ertindung neuer Verfahren, kurz, der Schaffung ven
` Arbeitsgelegenheit gewidmet würde, oder wenn sie selbst .
nicht dazu befähigt sind, die sclche Ziele verfclgenden
Arbeiten warm unterstützten, sc waren derartige Fragen
durchaus überilüssig. Man sage nicht, es ist schwer,
A heute neue Arbeitsgelegenheit zu ünden; wir sind in der
; Technik noch lange nicht am Ende der Ertindungen,
noch lange nicht sind alle unsere wirtschaftlichen
E Chancen abgebaut. Ich erinnere da z. B. an den Rhein-
See-Canal. Da haben wir eine aussercrdentlich nahe
.l, liegende, nützliche und ich möchte fast sagen ideale
jy Aufgabe, die dem scnst für ,,Weltverkehr" und ,,Welt­
T handel " schwärmenden Deutschen niundgerecht sein scllte.
Und welche Unterstützung tindet diese Idee?
Alljährlicli im Abgeordnetenhause bei Beratung des
Ff
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