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ein Herr aus Barmen sofcrt auf die Tribüne kletterte,
“ um dagegen zuprotestiren, dass der kleine Gewerbe­
I stand an den Kosten der Heeresvergrösserung sich be-
M teilige, während es eine Ehrenpflicht für jeden Stand
P sein scllte, nach seinen Kräften sein Scherflein für das
nl Vaterland beizutragen.
Die Besitzenden sind überhaupt in den Augen
der meisten Sccialreformer in einer recht heiklen Lage.
Es geht ihnen wie in der bekannten Fabel vcm Bauern,
4 der mit seinem Sohne und Esel zur Stadt zeg und es
l niemanden mit der Verwendung des Esels recht machen
l kcnnte. Wer sich durch intelligente tleissige Arbeit und
` Sparsamkeit in irgend einer Gewerbethätigkeit Besitz
l erwirbt, dem wird der Vorwurf der ,,Aussaugerei“
l kaum erspart bleiben. Giebt er sein Geld wieder aus,
j sc heisst es: ,,Sieh da, der Prctz, wie er prasst, während
l andere darben.“ Spart er seine Grcschen zu grösserm
l Vermögen, sc wird er als Latifundienbesitzer ange-
l feindet. Legt er es weiter in industriellen Werken an,
I so befördert er das Entstehen von Prcletariat.
' Wählt er Staatspapiere oder Actien als Capitalanlage, so
wird er der berüchtigte Ccupcnabschneider, den
man bei allen Steuerverhandlungen im Parlament unter
i das Scheermesser nimmt! Wenn man die phantastischen,
ä · weitschweitigen Angriffe Naumanns und anderer Social-
reformer gegen den Besitzenden in kurzes, klares Deutsch
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