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l
Hunderten von Köpfen, die gern den Punkt wissen
möchten, wo etwas gethan, organisirt werden kann."
Hierzu muss ich bemerken, dass im October vorigen
Jahres 348 Theologen nach Berlin zogen, um in einem
besonders veranstalteten Cuijsus zu den Füssen al<ade­
mischer Lehrer Vorlesungen über Nationalökonomie an- 0;
zuhören, während doch jeder Pastor die Brotfrage viel
besser ergründen kann, Wenn er, anstatt über allgemeine
volkswirtschaftliche Theorien zu grübeln, seine Studir-
stube verlässt, und sich mit den wirklichen Erwerbs-
verhältnissen seiner Genieinde vertraut macht.
Es heisst ferner: i
,,Uns ist das Cl'11‘lStllCh­SOCi?ll(3 nichts Fcrtiges, son-
dern €iLVä1S\YG1'dGHdCS. Die neue Gedankenniacht schwebt
über uns, und wir ringen mit ihr. VVi1‘ haben kein
iertiges Handbüchlein oder ctliche wenige Hauptsätze,
die unseren Kasten {tillen, sondern die Zukunft uni-
_ giebt uns wie ein Nebel, voll von geistiger Zeugungs­
i . kraft. `Wir fühlen, dass nicht wir das Christlich-S0·
ciale besitzen, sondern das Christlich-Sociale hat uns;
es schiebt uns, hebt uns, trägt uns, lässt uns rudern
und ringen, lässt uns jauchzen und seufzen; es konimt ,
über uns als Kraft und Gnade, als Zwang und Druck. I
VVi1· wäihlen nicht einen Weg, wei] er uns klug scheint, _
sondern eine neue “’elle des Volkslebens rauscht heran, ··
und wir liegen zufällig gerade da ini ‘NT&SSC1‘, wo sie
b sich beängstigend exnporhebt. Das mag meinen Lesern l
wie Mystik klingen, aber ich kann damn nichts ändern,