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L
als die, nach bestem VVissen und Können die Wahrheit
zu vertreten. Eine Verpflichtung, Stützen ,,un-
seres" (heutigen) Staats, ,,unserer“ (heutigen)
Gesellschaft heranzuziehen, ist mir nicht auf-
erlegt, und ich würde ein Amt, welches diese mit der
Unabhängigkeit wissenschaftlicher Forschung unverein­
bare Verpflichtung einschlösse, auch niemals über-
nommen haben.“
Die Oberhessisehe Zeitung bemerkt in ihrer Wider­
legung:
,,Wir haben durchaus nichts dagegen, wenn unsere
Jugend die socialistischen Quellenschritten studirt.
Aber wi1· niüsscn darauf dringen, dassisie die
Socialdiemokratie nicht nur in ihrer ,,Gelehrten­
stube“, sondern vor allem im realen Leben des
Tages aufsucht. Da werden sie z. B. sehen, wie V
streikende Arbeiter ihre nichtstreikenden Kameraden
niisshandeln, wie die socialdemokratischen Führer die-
i jenigen, die sich vermessen, ,,zur Hebung der Partei
beitragen“ zu wollen, init Hohn zurückweisen, wie
Begehrlichkeii: und Lust zur Rohheit die Triebfedern
der Mehrheit unter den Socialdexnokraten sind, wie
allgemein über Kaisertum und Vaterland gespottet und
geschimpft wird; sie werden erkennen, dass eine · W
etwaige Herrschatt dieser Elemente nicht nur unsere
mit so vielen Opfern erstrittenen nationalen Güter,
’ scndern unsere ganze hochentwickelte Cultur vernichten
· würd e. "
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