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,,WGD11 man diese Zeilen liest," so schreibt das
Blatt weiter, vsollte man kaum glauben, dass dieselben
von einem Professor herrühren. VVi1· meinen, dass das
­ ~ Reclamemachen für den hirnverbrannten Blödsinn der ,
socialdemokratischen ,,Ideen“ eigentlich nicht Sache
eines Mannes ist, der zur Heranbildung der zukiinftigen J
Stützen unseres Staates und unserer Gesellschaft berufen
ist. Gliicklicherweise haben unsere Studenten aus dem i
_ Elternhause und vom Gymnasium zumeist soviel Ver-
ständnis fiir die unsere Zeit bewegenden Fragen mit-
gebracht, dass sie derartigen Attentaten auf den ge- .
sunden Menschenverstand und die nationale Gesinnung
kaum erliegen dü1·ften.“
Darauf hat nun Professor Natorp dem betr. Blatte
eine Entgegnung Zugehen lassen, VVOI‘iI1 er u. a. sagt:
,,Die im fraglichen Artikel ausser Zusammenhang
citirten Sätze wollten nichts weiter als den Gedanken­
gang verständlich machen, durch den geistig hoch-
stehende lC[änner heute zur Socialdemokratie oder doch
zu der Frage gefiihrt werden, ob es nicht unter Um-
standen Pflicht sein kann, sich der Socialdemokratie
anzuschliessen. Die Burschenschafter, an die mein Auf'-
satz sich zunächst wandte, haben mich darüber auch
' l nicht missverstanden, wie die Antwort dGI`SCl11'l&l€li31ll1g
der B. Bl. beweist und ich mich hierorts persönlich
überzeugen konnte. ­- Man glaubt mir auch über meine
Amtspflicht Belehrung erteilen zu miissen. Ich kenne
M als Lehrer der Hochschule keine andere Verpflichtung
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