HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 42

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· ·· ;er Augenblick der Krisis in de1· Umwandlung der öü`ent­ gi
· lichen Lebensfcrmen und in der Ersetzung der gewalt­ ·
t thä.tigenaRegierung durch eine andere, die Menschen ver-
· bindende Kraft, ist bereits vorüber. Der Ausgang besteht
F g nicht im Aufhalten dieses Prozesses oder in einer nach
rückwärts gerichteten Bewegung, sondern allein in dem
. Vórwärtsschréiten auf der Bahn, die das in den Herzen i
der Menschen befindliche Gesetz Christi vorzeichnet. Noch `
gt eine kleine Kraftanstrengung und der Galliläer wird
C gesiegt haben, aber nicht in der fürchterlichen Weise,
A wie ihm de1· heidnische König den Sieg kündete, scndern
in dem wahren Sinne, in dem e1· von sich sagte, dass er
E die Welt besiegt habe: ,,In der Welt habt ihr Angst, C 1
aber seid getrcst, ich habe die Welt_ überwunden."
(Joh. XVI, 32). Denn er hat wirklich die Welt über- '
wunden, nicht in dem mystischen Sinne eines unsichtbaren ~«
Sieges über die Sünde, wie die Theclogen jene Worte
á? üdeuten, sondern in dem einfachen, klaren und verständlichen
i Sinne, dass, wenn wir uns nur ermannen und ihn mutig
E bekennen, bald nicht allein die furchtbaren Verfclgungen j
V. __ aufhören werden, welchen alle wahren, ihn durch die ·That ,
gi _ " · bekennenden Jünger Christi unterworfen werden, s0nde1·n
‘ dass es auch weder Gefängniss, noch Galgen, noch Kriege, ·
noch Ansschweifungen, noch Ueppigkeit, noch Müssiggang,
noch durch Arbeit erdrückte Armut geben wird, unter
K ­ ` " denen jetzt die christliche Menschbeit seufzt. M
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K 19. September 1895. ~ Leo Tolstoi. I W
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