HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 40

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g grausam oder milde vert'ä,hrt, sie fördert in jedem Falle ,t
’ den eigenen Untergang. ,,Jetzt gehet das Gericht über
g die Welt, nun wird der Fürst dieser Welt ausgestossen E
, ­we1·den" (Joh. XII. 31). Und jenes Gericht vollzog sich W
vor 1800 Jahren, d. h. damals, als an die Stelle der
i Wahrheit einer äusseren Gerechtigkeit die Wahrheit der E
U Liebe gesetzt wurde. Möge man auch auf einen brennenden ,
Reisighaufen noch so viel Holz werfen, um damit das f,· _
ä Feuer zu ersticken, - das nicht zu unterdrückende Feuer =
;, der Wahrheit wird nur zeitweilig gedämpft werden, später
aber nur noch starker autiodern und alles das verbrennen, E
womit man es bedeckte. ` E ‘
i Sollten auch, wie das sich ja stets ereignet hat, einige ‘
der Kämpfer für die Wahrheit ermatten und den Forderungen l
der Regierung nachkommen, so ware doch damit die Lage i
derv Dinge nicht um die Breite eines Haares geändert. ‘
‘Wenn sich heute die Duchoborzen im Kaukasus unter-
werfen, weil sie die Leiden, denen man Grossvater, Gross- ­
mutter, Weib und Kind unterzieht,_nicht mehr zu ertragen L i
vermogen, so würden morgen `von allen Seiten her neue `
A Kämpfer mit neuer Kraft auftreten, mit immer grösserem
, _ ‘ Mut ihre Forderungen stellen nnd immer weniger geneigt
sein, s·ich zu ergeben. Es kann doch die Wahrheit, nicht
darum Wahrheit zu sein aufhörcn, weil die für U sie _
Zeugenden unter dem Druck der Peinigungen schwach
ii werden. Das Göttliche muss über das Menschliche den
E Sieg davon tragen. _ U
,Was aber wird sein, wenn die Regierung vernichtet
ist, höre ich fragen. Diese Frage pliegen die Anhänger
der Gewalt stets aufzuwerfen, weil sie annehmen, dass »’
ll wenn das gegenwärtige Bestehende nicht mehr sei, es
nichts mehr geben, alles zu Grunde gehen werde.
`Q v . Die Antwort auf solche Frage bleibt stets die gleiche.
Es wird das sein, ·was sein muss, was Gott gefällig ist,
i was dem uns von ihm in die Herzen gepiianzten und
unserem Verstande fassbaren Gesetze entspricht. Falls die
Begierung dadurch zu Grunde ginge, dass wir, wie es die E
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