HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 34

JPEG (Deze pagina), 0.98 MB

TIFF (Deze pagina), 7.27 MB

PDF (Volledig document), 37.40 MB

­ 32 ­
Schlusswort. i ïj
,,In der Welt habt ilir An st, aber nl V
said. getrost, ich habe die VVä>1t über-
w·unden". (Joh. XVI, 33). y;
Die im Kaukasus angesiedelten Duchoborzen haben
von Seiten der russischen Bchörden fürchterliche Ver-
folgnngen zu erduldengehabt und diese Verfolgnngen, die _
ein Mann schildert, welcher sich an Ort und Stelle begab,
um die Sache in allen ihren Einzelheiten zu ergründen, K
werden immer noch fortgesetzt. · 1
Die Duchoborzen sind geprügelt, mit Ruten gezüchtigt,
von Pferdehufen getreten worden, und thatsächlich haben ii
die zur Exekution in die Dörfer beorderten Kosaken, mit Y
Genehmigung der Obrigkeit, sich allerlei Gewaltthaten
gegen die Bewohner erlaubt, welche den Kriegsdienst zu ,
leisten verweigerten; zugleich aber wurden thatsächlich
` auch die gehorsamen Bewolmer, die seit Jahrzehnten sich = ‘
durch Arbeit einen Wohlstand geschatfen, körperlich wie
seelisch gepeinigt, aus ihren Häusern vertrieben und, ohne
Existenzmittel, ohne Land zu erhalten, zur Ansiedelung in
die Dörfer Grusiens getrieben. , jg
V Den Grnnd zu solchen Verfolgungen gab der Umstand
ab, dass während des laufenden Jahres, aus verschiedenen
Ursachen, dreiviertel aller Duchoborzen, also 15,000
Menschen (denn es giebt ihrer 20,000), mit erneuter Kraft
und Ueberzeugung zu ihren früheren christlichen Glaubens- ‘
, lehren zurückgekehrt, beschlossen hatten, das Gebot Christi,
dass man dem Bösen sich nicht durch Gewaltthat wider- A
setzen solle, wirklich zur Ausführung zu bringen. Solche
Erkenntnis brachte sie zunächst dahin, dass sie ihre Waffen,
deren man im Kaukasus so dringend bedarf, vernichteten
und, damit allem mit Gewalt verbundenen Widerstande
entsagend, sich jedem Gewaltthätigen preisgaben; zugleich g,
, fassten sie auch den Entschluss, an keinen Gewaltthätigkeiten, V
i E die die Regierung von ihnen verlangen könnte, sich zn
beteiligen, also auch nicht am Kriegsdienst oder einem
sonstigen, die Verübung von Gewaltthätigkeiten fordernden Q’
Dienst. J