HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 27

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A plündern. Da wir erwarteten, die Regierung werde uns
wegen der Verweigerung des Dienstes vertreiben und ver-
schicken, hatten sich viele von uns reisefe1·tig· gemacht, i
i g die jüngeren Leute u. a. Bu1·kas*) gekauft. Alle diese Mass- ,
nahmen wurden von unseren Feinden als Vorbereitungen
i zu Aufruhr und Raub angesehen. So gross war ihre
Furcht vor einem Ueberfall, dass sie der Obijigkeit Bericht
abstatteten und dass nach Goijelowlïa, welches von zur
Minderheit gehörenden Duchoborzen bewohnt wird, an jenem
Tage zwei Bataillone Infanterie aus Alexandropol und zwei-
hundert Kosaken aus Ardahan entsandt wurden.
So war denn das Militätr bereit und der Gouverneur
A reiste nach dem Orte des ve1·meintlichen Aufstandes ab. In
Ni Goijelowka eingetrofïen, entsandte er besondere Boten in
_ die sieben Ansiedelungen mit dem Befehl, alle Einwohner
'ii sollten sich in Bogdanowka, wo der Polizeipristaw wohnte, .
und wohin er selbst zu kommen gedenke, einstellen. Wer
von den Unsrigen zuHause geblieben war und sich an dem ‘
gemeinsamen Gebet nicht beteiligte, begab sich auch dahin.
Wirjedoch beteten am Morgen des 30. Juni und warteten, was A
geschehen werde; Es kam denn auch zu uns ein Bote " _
und brachte den Befehl, Alle sollten in Bogdanowka vor
E dem Gouverneur erscheinen. Da wir nun aber beschlossen
hatten, keiner Obrigkeit, sondern allein Gott zu gehorsamen,
gaben unsere Alten zur Antwort: ,,Wir verrichten zur
Zeit unsere Gebete und werden vor deren Beendigung
nirgend hingehen, wenn jedoch der Gouverneur uns sehen
A will, möge er zu uns kommen; wir sind Tausende, er ist
ein Einzelner." Der Bote entfernte sich, wir fuhren fort
zu beten und Psalmen zu singen. Es kam ein zweiter
ä, Bote, er erhielt die gleiche Antwort, wir sangen weiter,
i beschlossen aber zugleich, wenn das Gebet beeudet sei,
doch insgesarnt zum Gouverneur zu gehen, um zu crfahren,
was er von uns begehre. l
*) Tscherkessischer Filzmantel. Der Uebersetzer.
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