HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 22

JPEG (Deze pagina), 1.00 MB

TIFF (Deze pagina), 7.49 MB

PDF (Volledig document), 37.40 MB

l
E ·l A F ·
a ; ·
e 20 ­
i z war an der Reihe und demnach verpflichtet, den Arrestanten
‘ zu geleiten. A
A Fedor Lebedew erklärte dem Aeltesten, dass er den i
Arrestanten nicht begleiten könne, denn es sei ihm un-
möglich diesem gegenüber Gewalt anzuwenden, also seine _
Begleitung zwecklos. Darum bitte er den Aeltesten, hier-
von die Obrigkeit in Kenntnis zu setzen. Der Aelteste
l ‘ antwortete ihm: ,,Ich bin kein Verräter, sondern werde W `
Dir den Arrestanten auf das Gehöft bringen, da magst Du
dann mit ihm verfahren, wie es Dir gefällt."
i Fedor Lebedew begab sich nach Hause und sass in
seiner Hütte, als der Aelteste, in der That, den Arrestanten
· zu ihm brachte, denselben dort liess und sich selbst ent-
fernte. Fedor Lebedew ·behandelte den Menschen wie iw
z - einen Pilger; wärmteihn, gab ihm zu essen und zu trinken I
V und ein Nachtlager. Als er am folgenden Morgen sich [
W davon überzengte, dass der Arrestant ein armer Mensch ·
sei, sehenkte er ihm noch l Rubel 50 Cop. und erbot sich, _
ihn aus dem Dorfe hinaus zu geleiten; hinter demselben
5 zeigte er·ihm, die Wahl lassend, zwei Wege: der eine war
` die Etappenstrasse, der andere führte zur Freiheit. Der ,
Arrestant wählte den ersteren und gelangte an seinen
I Bestimmungsort. Dieser Vorfall hatte keine übelen Folgen l
weiter.
f Der Duchohorze Andrei Popow, aus dem Dorfe
Orlowka, war zum Gemeinde-Aeltesten erwählt worden.
l Als ihm der Amtsvorgänger das Amt übertragen, die
Bücher nebst dem Siegel abgeben wollte, erklarte Andrei
i Popow, dass sei keine gereehte Saehe, er wolle diese
l Püichten nicht auf sich nehmen und werde das Amt nicht i
E antreten. Man verhaftete ihn sogleieh und gegenwärtig
· beündet er sich im Gefängnis zu Tiflis.
i Da ein Besuch des Gouverneurs von Tiflis in den
Duch0borzen­Gemeinden erfolgen sollte, hatte der Kreis-
chef an 13 Duchcborzen den Befehl ergehen lassen, für
die Sicherheit des Weges vor Räubern zu sorgen. Sie `
sollten in Waffen erscheinen, kamen aber ohne solche. l
· I
·
___ Y __ V>Y_ ,__,____ ,___,___ __,_ _ __, v,«b;,¤:i¤ e,.,. , jiïï.;»,,._5;i.__»,.·«·..»­ ~ .`.,`.;.4,,eäAu,;,`;__,.,,..,,,,;,,i`.......i i.i, e ..,;.-:..ni.,,......._;;..».i4Ai · -7 ` i· ‘___ _"