HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 21

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`Bestätigung desselben erhalten und will es darum hier
nicht wiederholen.
Wenn ein Duchobcrze den Dienst verweigert, ptlegt I
, er die Gründe hierfür nach Fragen und Antwcrten zu er-
§ klaren, auf die er sich im voraus vorbereitete. Die kurzen,
von wahrhaft christlicher Denkweise erfüllten Worte, mit
’ denen der Duchcborze den zarischen Dienst verweigert,
‘ K lauten wie folgtz ”
i Frage: Warum wollet Ihr dem Kaiser nicht dienen?
­Antw0rt: Ich wcllte gern dem Willen des Kaisers I
i fclgen, doch er lehrt die Lente das Töten, was meine Seele ,
li nicht thun will.
Frage: Warum will sie es nicht thun?
ly ,Antw0rt: Weil der Heiland Menschen zu töten ver-
{ boten hat, und weil ich an den Heiland glaube, Gcttes
Willen erfülle.
Frage: Wer bist Du? ' ­ E
g Antwortt Ich bin ein Christ. I
l » Frage: Inwiefern bist Du ein Christ?
Antwcrt: Wegen der Erkenntnis des Wortes Christi.
Der in Christen wohnende lebendige Geist kann und wird
"; Euere Thaten nicht ausführen.
li ,,Hierauf", so fügte der Ducheborze, der mir diese
i Fragen und Antworten mitteilte, hinzu, ,,l<ann die Obrigkeit
i' mit uns nichts mehr machen". '
I, S0 traten schon im Frühjahr dieses Jahres die Folgen
A, des von den Duchoborzen gefassten Entschlnsses - den
4 Kriegsdienst zu verweigern und sich den der Lehre Christi
F widersprechenden Forderungen der Behörde zu widersetzen -
1 _ in die Erscheinnng. , C
I Bald boten sich Gelegenheiten diesen Entschluss bei
` Kcllisionen mit der Regierung zur That werden zu lassen.
1 Ich will die charakteristischsten Fälle hier aufi`iihren.
In das Dcrf Rcdioncwka wurde ein mittelst Etappe
g¥ transportierter Arrestant gebracht, der weiter befördert
werden sollteg Fedor Lebedew, leiblicher Bruder des
Matwei, der in Jelisawetpol den Dienst verweigert älatte, A
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