HomeDie Christenverfolgung in Russland im Jahre 1895Pagina 20

JPEG (Deze pagina), 1.06 MB

TIFF (Deze pagina), 7.41 MB

PDF (Volledig document), 37.40 MB

ïï ` A
ig A
·~· 18 - ·
Beispiel angesteckt, auch noch vier griechisch-orthodoxe
Soldaten in Kars ihre Gewehre fort. Ebenso ein griechisch- ·
gi · orthodoxer in Titlis und einer in Mangins. Diese zwei
thaten das, nachdem sie Briefe von ihren Eltern erhalten _
hatten, worin ihnen mitgeteilt wurde, sie, die Eltern, hätten E
‘ den wahren Glauben der Duehoborzen angenommen, hielten
den Kriegsdienst für eine Sünde und baten die Kinder,
sobald sie von der Weigerung der Duchoborzen Kunde er~ _ i
_ hielten, auch ihrerseits den Dienst aufzugeben und die ‘
Gewehre fortzulegen, was sie dann auch thaten. Alle
i diese Lente wurden in Haft genommen und sitzen in den
Gefangnissen. A
, Darüber, wie die Weigerung an anderen Orten von ii
r der Obrigkeit aufgenommen wu1·de, erzählten die Ducho- ,5,
, borzen folgendes. i`
, Ueber die Weigerung der fünf Mann in Achalkalaki i
i , erzählte mir ein Duchoborze: · Man brachte sie auf
, i den Gefängnisplatz, wo sie in Reihe gestellt wurden. A
; i Darauf erhielten Kosaken den Befehl, schnell abzusitzen
und ihre Gewehre zu laden. Als sie das sahen, baten die i A
E Duchoborzen um die Erlaubnis, ein Gebet zu verrichten.
i i Das wurde ihnen gestattet. Nachdem das Gebet beendet ,,
E ­ worden, kommandierte der Oflizier: Rich-tet, rich-tet! . . .
und liess in dieser Weise einige Minuten vergehen. Die E
Duchoborzen standen ruhig da und warteten auf das Wort: |,
. ,,Fener", doch es erfolgte das Gegenkommando und die ,
Gewehre senkten. sich. Darauf forderte man sie auf, ihre
Waffen wieder entgegenzunehmen und weiter zu dienen, ‘
doch als sie sich dazu nicht verstehen wollten, erhielten 3
[ 4 die Kosaken Befehl aufzusitzen und mit gezogenen Säbeln
auf die Duchoborzen loszusprengen; das geschah mehrfach, i
wobeiudie Kosaken mit ihren Säbeln über den Köpfen der i
V · Duchoborzen einhieben, ohne dieselben jedoch zu berühren.
Die Duchoborzen blieben in ihrem Entsehluss fest. Da i
wurden sie grausam mit Knutenhieben gezüchtigt. Von A
ähnlichem Verhalten der Obrigkeit in Kars und Jelisawetpol ‘
ging ebenfalls das Gerücht, doch habe ich persönlieh keine I,
il
. ,l
` ~ ii
E Ii