HomeDer Zionismus und die JudenfragePagina 9

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‘ der Zicnisten selbst schuld ist. Eine jede der mo-
dernen Bewegungen war in ihrem Anfange eine Be-
Wegung der Intelligenz, der Studentenschaft. Diese _
i Entwicklung hat auch der Zionismus durchgemaeht. E
l Die zionistischen Studenten, Rabbiner, Aerzte und
l Advokaten haben aber viel zu wenig die Seite des- ·
Zionismus betont, die sie stark unterstreichen sollten.
Sie haben den soeialpolitisehen Charakter des Zio- E
‘ ’ nismus, wenn nicht gänzlich verkannt, so doch viel
zu wenig hervorgehoben. Streng genornmen kann
l den alten Zicnisten deswegen kein Vorvvurf gemacht
' “ werden. Sie als Zicnisten wussten, dass der Zionismus j
· · nicht nur eine nationale, sondern auch eine social- j
l politische, eine wirtschaftlich-reformatorische Bewe­ g
l gung ist. Die ersten Zicnisten, wie Rabbi Hirsch {
5 Kalischer und Moses Hess haben dies ausdrücklich E
F betont. Lewanda bezeichnete die ganze zionistische c
Bewegung als ,,ein Szfreben nach physischer Arbeit,
H nach Ackerban und Landwirtsehaft, nach He¢"v0r­ `
I bringnng von Brot mit eigenen Händen“. Die Ko- _j
a lonisationsversuche in Palästina Waren und sind nur dl
T eine Bestätigung der theoretischen Ausführungen l
` ` der Zionisten. Die alten Zicnisten thaten nur diesen l
j" Fehler, dass sie zu oft den Zionismus als Abwehr­
mittel gegen den Antisemitismus angeführt und nicht tg
so oft auf die autonome wirtschaftlioh­reformatorische
* y Bedeutung des Zionismus hingevviesen haben.
Q ` In meinem gegenwärtigen Referat zur Begründung K
des Zionismus möchte ich in erster Linie das Gewicht i
& auf die socialpolitische Seite des Zionismus legen.
Die nationale und kulturelle Seite hat schon Dr. Birn-
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