HomeDer Zionismus und die JudenfragePagina 24

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K kann. In dem ,,ungeheuren russischen Reiche“ werden
i sie doch genügend Gelegenheit haben, als Kaufieute
. Brot zu finden. Dank den Juden würde sich dann .
· zweifelsohne ,,bald« in der ökonomisohen Lage der · P
Provinzen .des Innern von Russland ein sichtbarer M
, Fortschritt vollziehen". Die Reaktion in der Form des W"
Antisemitismus wird aber auch kommen, sobald ein
i" eigener ,,nationaler Kaufmannsstand“ aufkommen wird.
_ Das Elend unter den Juden Osteuropas ist daher · J
li unter den herrsohenden Umständen ein abschreckendes. _
Wir hörten, dass in Galizien 70 Prozent der. Juden g
‘ aus Bettlern bestehen. In Russland besteht auch fast [
4 die Hälfte der Juden aus Paupers, die sozusagen ,,von ·- Q
. . der Luft“ leben. In Wilno leben fast 95 Prozent der
Juden im Elend, in Berdyezew bestehen,75 Prozent l
aus solchen, die keinen bestimmten Erwerbsberuf _ g
‘ haben, und ebenso ist es in Warschau, Minsk, Kischi­ §
F nieff, Lublin, Lodz u. s. w. In den kleinen Städten und
. Flecken geht es den J uden noch schlimmer. Man kann
sich leicht die Lage dieser armen Juden vorstellen, _
die in den kleinen Orten 50-80 Prozent der Gesamt­ __?
bevölkerung ausmachen. In Kongresspolen beträgt die _
jüdische Bevölkerung in den kleinen Städten mit einer ° '
Einwohnerschaft bis 10.000 Personen 40-70 Prozent 1
der Gesamtbevölkerung. Das noch so stark hinter ·’
Frankreich in wirtschaftlicher Hinsicht stehende Polen t _
V « hat eine relativ fast so grosse (meist jüdische) städtische
Bevölkerung wie Frankreich. Welches Elend muss L
nun unter diesemso wirtsohaftlich rückständigen Volke
herrschenl . L