HomeDer Zionismus und die JudenfragePagina 22

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und Lehrlinge, im Gouvernement Kiew 23.000 jüdische
S Handwerker, die 7 °/0 der jüdischen Gesamtbevölkerung
’ ausmachen, darunter 11.000 Meister und 12.000 Ge-
sellen und Lehrlinge. In Minsk, das eine grcsse jü­
dische arbeitende Bevölkerung aufweist, kommen auf " ,;
. 3515 jüdische Meister 1812 Gesellen. Dabei ist die nii
S Zahl der Handwerker eine viel grössere als notwendig. ‘ A
r Meister und Geselle sind beide Bettler., Im Kreise _
; Minsk fällt z., B. 1 Meister auf jeden siebenten stad- '
tischen Einwohner. u
Die jüdischen Fabrikarbeiter sind fast ausschliess­
lich in den an Sonnabenden geschlcssenen jüdischen
Fabriken beschäftigt. Der osteuropäische Jude wird 1 ’ 9 ”
, noch lange nicht den Sabbath entweihen. Das ist
auch eine der Hauptursachen, weswegen hvon einer A
Entwicklung der Judenschaft Osteuropas izu einem
V Fabriksproletariat nicht die Rede seinkann. E Die Zahl S
der am Scnnabend geschlossenen Fabriken ist sehr
gering, weil es dcrt wenige reiche Juden giebt. Die
i Stadt Sehitomir Z. B. mit einer 23.000 köpfigen jü­-
· dischen Bevölkerungr hat? im ganzen ,,4 Juden, die ,
ein Vermögen über 100l000 Rubeln besitzen, dann
_ einige hundert mit einer verhältnismässig gesicherten ` S
Existenz und die übrige Masse besteht aus Bettlern". 1
Der Grossjude, der reiche Fabrikant, kann wieder g
y keine jüdischen Arbeiter beschäftigen, denn seine
", Fabrik, umsbmehr noch wenn sie in eine_Aktienge­ _
sellsehaft umgewandelt wird, muss am Samstag ar- i
beiten. In der Grcsstadt Odessa, wc schon mehr 91.
Grossjuden leben, beträgt daher die Zahl der Yen l
physischer Arbeit lebenden Juden kaum ein Drittel §
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