HomeDer Zionismus und die JudenfragePagina 20

JPEG (Deze pagina), 908.50 KB

TIFF (Deze pagina), 6.22 MB

PDF (Volledig document), 25.59 MB

V ­- 18 - n
' 1
‘ Wir können nun zur Schilderung der gegenwär­ i
tigen Lage der Juden in Osteuropa übergehen. Wir
i werden uns hauptsächlich auf Lithauen und Südwest­
’ russland beschränken. Für diese Länder haben wir
ganz genaue statistische Zahlen in der vortrefflichen _
V Schrift des Petersburger Professors Subbotin, der wir "
auch folgen werden. Die Verhältnisse in den übrigen -
Ländern sind jedenfalls keine besseren. Die traurige
I Lage der Juden in Galizien und Rumänien haben wir `
soeben von den Herren Dr. Salz und Pineles gehört.
Vor allem aber noch ein kurzes Wort.
Als Voltaire sein Piamphlet gegen die J uden ver- _
öffentlichte, da kamen einige reiche portugiesische ' "`
Juden und behaupteten: Voltaire hätte in seinen
Ausführungen Recht, insofern er über die deutschen
_ Juden urteilt. Dieses feige Benehmen der grossen
Herren aus dem vorigen Jahrhundert hat System
gemacht. Mancher satte westeuropäische Jude glaubt T .
A noch heute das Recht zu haben, auf seine armen
polnischen und russischen Brüder mit Steinen zu .
werfen. Herr Alfred Naquet ,,will sogar glauben, dass
die Juden in Russland und Rumänien eine jammer- L
liche und gemeine Rasse wären, wie man das so oft { {S
hört“. Gegen dieses System muss einmal mit aller E
EntschiedenheitVnprotestiert werdenf Die osteuropäische '
i ' Juden sind arme aber ehrliche Leute, von denen ein 4
?' grosser Teil im Schweisse seines Angesichts sein Brot y " A
erwirbt und sogar der osteuropäische Wucherjude
steht unter Umständen noch höher als ein westeuro­
päischer Herr Arton.