HomeDie Reform der UniversitätenPagina 8

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eine überaus passende Ausrede darbietet, wie schon ii
Tacitus von den Römern seiner Zeit richtig be- 4
merkt hat.
Dass heute unter zahlreichen Lichterscheiuungen
des akademischen Lebens in Deutschland schwarze
Flecke sichtbar geworden sind, welche das helle Licht, ä
· in dem wir Deutsche sonst unsere Universitäten strahlen.
zu sehen gewöhnt waren, erheblich verdunkelt haben,
darüber kann kein Einsichtiger mehr zweifeln. Selbst
vereinzelte Ordinarien und höhere Beamte haben heute
ihre Stimme vernehmlich erhoben, um jene dunklen bi
Flecke zu beleuchten, freilich ware11 diese meistens von
dem Bestreben geleitet, die schwarzen Punkte grau zu *
schildern, von der natürlichen Voraussetzung ausgehend, .
dass die angesehenen Diener des Staats durchaus ge-
` schont werden müssen. Wer selbst das Glück gehabt `
hat, mitten im lebhaften akademischen Gewoge gestanden -
und von allen berufenenSeite11 Kritiken und Mitteilungen
Jahre. hindurch empfangen zu haben, der wird, wenn er . .
ehrlich ist, diese bedauernswerte Thatsache nicht weg- i
ï leugnen wollen. Ist er Pessimist, sc wird ihn der ,
Gedanke an diese neuerdings eingetretene Verschlechte- {
rung herumwerfen, und er wird vielleicht zu schwarz in ` ·, '
Q die Zukunft sehen, ist er ein Phlegmatiker, so wird er F;
sich, wie dies thatsächlich in den letzten Jahren wie-
derhclt gescheheu ist, damit zu t1·östen suchen, dass t
es jeder Generation, besonders nach bemerkenswerten 3
, äusseren Ercignissen, plötzlich eingefallen ist, über die
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