HomeDie Reform der UniversitätenPagina 51

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Die Höhe derselben pilegt überall verschieden zu sein, 1 `
indem die der theologischen und philosophischen Fakul­ ;
tät am billigsten sind, die der Mediziner und Chemiker »
· am teuersten, deren Curse nicht selten 30-40 Ma1·k V `
kosten. Ausserdem pilegen auch die Honcrare in den t
grösseren Städten die der kleineren zu übert1·eH`en. {
` ` Da eine einstündige Vorlesung durchschnittlich 4-5 s
Mark kcstet, wird für die billigste vierstündige 15-20 ,»
$· Mark gezahlt werden müssen, se dass derjenige, der j
vier gewöhnliche Vorlesungen hört, 80-100 Mark
Il im Semester Honcrar zu zahlen hat, das Doppelte im
I Jahr, wer aber andere hört, noch mehr. Es kann J
~ keinem Zweifel unterliegen, dass der idealste Zustand E
dort herrseht, we Vcrlesungen überhaupt nicht bezahlt p
werden, sondern der Unterricht frei ist, wie dies an
mehreren Universitäten, z. B. in Athen, der Fall ist.
,» Eine sclche Freiheit in unse1·er Zeit der überfüllung ir
in allen Fächern einzuführen, ware eine Therheit, durch _
­. V welche man das llbel vergrössern würde, gegen dessen
sehädliche Wirkungen seit Jahr und Tag angekämpft
{ wird. Aber eine andere Frage ist es, ob nicht die be- °
[ scnders kostspieligen Hcnorare für medizinische und E
` naturwissenschaftliche Kurse ermässigt werden müssen. ‘ E
Dies sellte schon aus dem Grunde geschehen, weil bei `
dem Umsichgreifen und der Steigerung der jetzigen
akademischen Verhältnisse in kurzer Zeit der Zustand .
bei uns herrschen wi1·d, den wir am meisten fürchten nl
` müssen, dass überhaupt nur noch Söhne sehr reicher Lente
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