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W t te r ·-·· ·_ s B _. _· t vV·~ ­ «v » , rr
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oftrnals ganz bedeutungslosen Vorlesungen enorme Ein-
‘, nahmen zu haben, ebenso die Juristen bei ihren Zwangs­ ­jg_,,‘
' vorlesungen und die Chemiker in ihren Apotheker
: stunden. ·
T Ist irgend eine Spur von Vernünftigkeit vorhanden,
dass der eine Professor Jal11· aus Jahr ein mit hundert
, Mark zufrieden sein muss, der andere drei­ oder vier- ` `
g, tausend Mark erhält? Die pädagogisehe und wissen-
schaftliehe Leistung bleibt doch dieselbe, ob sie auf
dem Gebiet der persischen Sprache oder der Botanik
erfolgt, ist im Gegenteil unter Umständen auf den ent-
legenen Gebieten erheblich grösser, da das Studium i
ën darin mit grösseren Unkosten, z. B. mit Reisen und Be- S ··
suchen grosser Bibliotheken, verbunden zu sein pflegt.
V Also der Ausgleich soll nicht nur für Professoren desselben
Fachs erfolgen, sondern er soll auch in Form einer
grösseren Zulage für diejenigen vorgenommen werden, ,»
die wegen der Natur ihres Faches, besonders an einer
A kleineren Hoehschule, auf wenig Zl1ilöl‘Gl' angewiesen ­. V
E sind. Freilich wird man in Zukunft auch vorsiehtiger
3 mit Errichtung von etatsrnässigen Ordinariaten sein i
Q müssen, denn es ist an deutschcn Universitäten nicht [
einmal vorgekommen, dass ein Ordinarius einige Se­· 1
mester hintereinander keinen einzigen Zuhörer gehabt,
i also das Gehalt des Staates eigentlieh unverdient und
B ohne eine Leistung dagegenzusetzen eingezogen hat. M
l Bei dieser Gelegenheit darf man auch die Hono~
E rare, welche die Studenten heute zahlen, kurz berühren. `
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