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vor Hunger zu quieken anfangen. In demselben Gegen-
v satz pflegen dcrt auch sehr a1·beitsame und strebsame,
Y aber misshandelte Dczenten zu stehen zu sehr trägen .
und im gesellschaftlichen Strudel auf- und beinahe l
untergehenden, teilweise ganz unfähigen Ordinarien. l
Im allgemeinen beginnen heute die Gehälter der
Ordinarien mit 3600-4000 Mark, während die höch­
sten Gehälter an derselben Hochschule 9-12000 Mark
betragen; nur wenige in Berlin gehen auch darüber a.
noch hinaus. Das demcralisierende aber in der un- i
gleichen Verteilung der Gehälter liegt darin, dass zu-
nächst diejenigen, die an derselben Hochschuleavanciert {
sind, weit sehlechter gestellt sind, als die neuberufenen, l U
wcbei es durchaus nicht ungevvöhnlich ist, dass ältere, §
sehr bevvährte und berühmte Ordinarien ein kleines
Gehalt haben, und jüngere, ganz unbedeutende, für die J
weiter nichts spricht als ihre Unreife, ein vveit grösseres,
unter Umständen vielleicht beinahe das Dcppelte. Auch gl
die geschäftliche Findigkeit und Regsamkcit der Pro- , , ,
fessoren vermag Von einer etvvas ängstlichen und wenig '
bevvanderten Regierung, wie sie den Kleinstaaten eigen-
tümlieh zu sein pflegt, viel herauszuschlagen für Um- `T
zugskcsten u. a. Dieser Zustand bewirkt nicht nur eine ‘
bedeutende scziale Kluft zwischen den vvenig und viel ,
einnehmenden Professcren, sondern erzeugt auch eine ‘
, prinzipielle Unzufriedenheit mit den heutigen Verhält-
· nissen, die keineswegs zum Vcrteil der Regierungen ge-
reichen kann. Dazu kommt noch die durch Bieten,