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früher an einigen Hoehsehulen der Fall war, gleieh~
zeitig die venia legendi involvieren.
*;§ Wenn auf diese Weise die jährliehe Zahl der Dok- · xl `
`ïëif toranden erheblieh eingesehränkt und damit aueh die il
ïI%‘ periodisehen Einnahmen der Fakultätsmitglieder Yer­ il?
ringert werden, so bleibt als letztes Radikalmittel gi
gegen den noch heute an einzelnen deutschen H0eh­ hi
sehulen ausgeübten Doktorschwindel, dass der Staat
die Doktorgelder Von den Fakultäten ablöst und dafür
den einzelnen Professoren eine Entschädigung als jähr- `(
liehe Zulage gewährt, die dem Mittel der fünf letzten
Jahreseinnahmen entspricht. Bei dieser Einriehtung l
wird der Gewissenlosigkeit hungriger oder mit Kindern °
gesegneter Ordinarien ein Ziel gesetzt, ohne dass sie an 1
ihren Einnahmen Sehaden erleiden. T;
In jedem Fall ware es namentlieh wünsehenswert, J
dass die Flut unbrauehbarer Doktordissertationen, die · ii
in Deutschland eine ungeahnte Ausdehnung ange­ F
g nommen hat, durch eine strengere Beurteilung des ­ · ~
wissenschaftlichen Wertes etwas eingesehränkt wird, .
imdem man den Grundsatz beherzigt, dass l1l11` solehe
Arbeiten von der Fakultät angenommen werden dürfen, l.
welehe entweder eine wissensehaftliche Frage in wenig­ " '
i stens einem Punkt weiter bringen, oder eine derartige
übersieht über die Entwicklung einer wissenschaftlichen
Frage geben, die auf einen wissensehaftliehen Charakter i q
i ' Anspruch machen darf. Man kann aber siche1· sein, Hz
dass von den heutigen Dissertationen, besonders kleinerer `
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