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nicht. Man wird es uns glauben. Auch in Betreff des is
Examens selbst besteht in Nord- und Süddeutschland
eine erhebliche Diüerenzz in Norddeutschland dauert es
f gewöhnlich drei Stunden und wird vor der Fakultät
"i abgehalten, in Süddcutschland keine halbe Stunde vo1·
, einen oder zwei Fakultätsmitgliedern; öfters muss sogar
l ein Kollege gehclt werden, um, wie beim Skat, den ’i
·l dritten Mann herauszubekommcn. Man erkennt daraus,
g dass die Qualität des Doktorgrades, der auf diese Weise
erworben wird, eine erheblich geringere ist, als die des
,2. preussischen Doktors. Aus diesem Grunde ist es nicht
‘i wunderbar, dass die preussische Verfügung vom 7. März z.
lg 1877 einen derartigen nichtpreussischen Titel, der
nicht auf Grundlage einer gedruckten Arbeit und eines g
Examens e1·worben ist, überhaupt nicht anerkennt. ,
Die einfachste Lösung der ganzen Doktorfrage
F wäre die, dass der Schwerpunkt in `noch erhöhtem
Grade auf die wissenschaftliche Arbeit gelegt wird, die
.v . unter den Augen des promovierenden Lehrers ange­
ii fertigt und einer sorgfältigen und strengen Prüfung
unterzogen werden muss, ohne dass dabei die mündliche
A Prüfung in einem Haupt- und zwei Nebenfächern an
° Bedeutung verliert. Indem so die Erreichung des Doktor- ’
grades für eine zahlreiche Klasse von Doktorjägern
unmöglich wird, soll er allmählich auf diejenigen be-
is schränkt bleiben, welche sich spater einer gelehrten
I oder akademischen Thatigkeit widmen wollen. Dann
i E sollte die Erwerbung des Doktorgrades, wie dies schon
`" Flach, Reform der Universitäteu. 3 l
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