HomeDie Reform der UniversitätenPagina 38

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Und die Auffassung der meisten juristischen Professoren,
dass sie am unentbehrlichsten seien, wirkt um so ko- fi`?
mischer, je öfter von kompetenter Seite behauptet wird,
dass der Besuch der heutigen juristischen Vorlesungen Qi
fü1· den werdenden Richter ganz überflüssig ist. er
äk Bei Gelegenheit der Frage über die Vorbildung à
gg zum akademischen Berufe wird auch am zweckmässigsten 3_
die Doktorfrage einer Erörterung unterzogen, die noch ‘l
immer keineswegs zum Abschluss gekommen ist, wie {
einige Sanguiniker in Deutschland nach den kräftigen ri
Worten Theodor Mommsens geglaubt haben. Nur wer
durch den ganzen akademischen Schmutz gewatet _
ist, wird wissen, dass die Doktorfrage noch lange nicht A
zur Beruhigung gekornmen ist, und dass noch lange 3
nicht jene ernsten Ubelstände abgeschafft sind, um
derentwillen Mommsen seine Stimme e1·hoben ·hatte. So
lange ein deutscher Professor hungert- und es hungern ·‘ _
noch immer nicht wenige, wenn auch das Hungern
bei den Ordinarien in Abnahme gekommen ist -­, so lange ‘
wird die Behandlung der Doktorfrage in einzelnen
Fakultäten eine saloppe und gewissenlose sein. Man
gehe heute nach süddeutschen Universitäten. An der · tg
einen werden Gymnasiallehrer rite promovirt ohne
ff Examen, welche Bilderbücher herausgegehen haben, an
Q` der andern erhalten den philosophischen Doktorgrad
Volksschullehrer, die keine Gymnasialerziehung haben, "
i an einer dritten braucht die Doktorarbeit nicht gedruckt
zu werden. Sollen wir Beispiele anführen? Hoffentlich
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