HomeDie Reform der UniversitätenPagina 37

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,,1 Staatsexamens im praktischen Dienst vervvertet werden
_` können. ( ‘,
Gerade die Einseitigkeit des juristisehen Professors
, . und der Mangel einer breiten, immer im Fluss sich
befindenden und niemals stagnierenden vvissenschaft-
ll lichen Grundlage, wie sie die Philologie und die Medizin
lg j besitzen, und damit der Mangel einer vvissenschaftlichen
pl Durchbildung überhaupt, pflegen die Quelle des aka-
li demischen Dünkels und der Hberhebung zu sein, wie
{’ · sie tja oftmals, z. B. von Heinrich Heine, geschildert
l· worden sind, des bekannten Dünkels der ,,Geheimräte"
und ,,Hofräte.“. Gerade diese bevvirken, dass die Juristen
r erstens in vveit Zäl1B1'G1‘ und konservativerer Weise fest­
gehaltcn haben an einzelnen Fächern, die mit der spa-
{ teren Praxis kaum noch einen Berührungspunkt haben,
vvährend andere sehr vvichtige Fächer bis vor kurzer
_ Zeit ganz ohne die notvvendigen und bei anderen Fakul- ;
' täten schon seit vielen Jahrzehnten eingeführten prak-
‘ ‘ tischen Hbungen vorgenommen vvurden, zvveitens dass
H der Zusammenhang der Professoren mit de1· juristischen
Welt der Praxis erheblich gelockert worden ist, vvahrend
" Q · Mediziner und Philologen in viel unmittelbarerem Zu-
` sammenhang mit der späteren Praxis des Berufes Z ,Y_
bleiben. Ja sogar Romanisten und Germanisten befin-
den sich in fortdaue1·ndem Kriegszustand. Der Dünkel
H der juristischen Professoren vvirkt auf den Unbefangenen · W Q
H um so überraschender, als unter ihnen gerade die bc- l Il
ä schränktesten Lehre1· der Hochsehulen gefunden werden. I J
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