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gi dem Besuch von ein bis zwei Stunden derselben für R,
immer den Rücken lcehren, Weil sie die tötliche Lange-
weile nicht aushalten können, vviewohl sich die Pr0fes­
soren selbst Mühe gehen, dies Resultat zu verschleiern. g _
_ Da der Hauptgrund dieser Unfähigkeit hauptsächlich auf
m dem Mangel jeder allgemeinen Bildung beruht, sc muss
als erste Forderung aufgestellt werden, dass e1·stderjenige ,·
zur Habilitation zugelassen werden darf, der vvenigstens ,;
alle Staatsexamina in der Weise bestanden hat, dass
er auch zum Eintritt in die Bean1tenkarriere befähigt jl
ist und, wie Hasse sagt, ,,sich einen vveiteren Gesichts­
kreis auf verwandten oder selbst auf fremdliegenden
Gebieten“ verschaiït hat; ~
Dieses Verlangen, das namentlich bei den Juristen
ganz in Vergessenheit geraten ist, galt früher in einigen {
Fakultäten für selbstverstä.ndlich, und es giebt z. B.
noch heute in manchen medizinischen Fakultaten keinen Ar _
Dozenten, der nicht das Staatsexamen hinter sich hat. '
In der Philclogie hat vvenigstens die Mehrzahl der Pro- · ·
fessoren das Staatsexamen absclviert, vviewohl es gerade J
hier bei dem vvissenschaftlich ganz anders, als im juris-
tisehen Fach, bearbeiteten Gebiet, wenn auch immerhin · ·
nützlich, am wenigsten nötig ware. Bei den Juristen X `
ëi muss aber die Forderung des Staatsexamens noch aus
einem anderen Grunde aufrecht gehalten werden, auch
Q, abgesehn davon, dass dieselbe heute noch bedeutungs­
lj voller ist, we nicht wenige in der akadernisehen Kar- J
riere Schiiïbruch leiden, die nur auf Grund eines ä
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