HomeDie Reform der UniversitätenPagina 35

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V und geistreicher Beamten“ oder neidischer Rivalen und
Konkurrenten zu kennen pflegen und auf diese Weise ,
_· { ,_7 keine massgebende Beurteilung gewinnen können. Denn
A diese an den Hochschulen sitzenden Vermittler piiegen
ll ihre Günstlinge und Gegner zu haben. Es unterliegt
{ r keinem Zweifel, dass nur eine derartige Form de1· Be- °è‘
rufung, durch welche eine der festesten Stützen der
republikanischen Verfassung unserer Universitäten um-
4; geworfen wird, und beiwelcher der Professor ebenso, nur
in einer etwas sorgfältiger vorbereiteten und eklektischen
' (im Gegensatz zu der nach Anciennität gehenden) Weise
, a ernannt wird, wie der Gymnasiallehrer oder der Amts­ "
St riehter, jene Kriecherei und Streberei der heutigen Uni-
versitä.tslehrer beenden wird, deren Folge immer sein
ë wird, dass unfähige Lente zu Stellungen kommen, und
, welche die Laufbahn des Privatdozenten sprüchwörtlich
X, gemacht und auf die akademischen Verhältnisse der
I Gegenwart die Augen aller Gebildeten gelenkt haben.
· » Abgesehen aber von dem veränderten Berufungs-
modus muss auch die Vorbildung de1· Dozenten eine _I
andere werden. Das juristische Studium der Gegenwart "
hat den intelligenten Kreisen Deutschlands über den
I I Niedergang der akademischen Verhältnisse die Augen 2
geöffnet, und man hat allgemein erkannt, dass kein ge-
_ ringer Teil der juristischen Professoren in Deutschland, lj
wie oben erwähnt wurde, derartig unfähig ist, eine
fesselnde Vorlesung zu halten, dass die Studenten sich
damit begnügen, die Vorlesung zu bezahlen, und nach
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