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wir können ganze Fakultäten namhaft machen, die
durch den Einiluss eines tonangebenden Führers, der ck.,
entweder Freunde oder absichtlich unbedeutende Kon- _
gg kurrenten berief, von einer einstmaligen Höhe, auf der iq `
’, sie sich befanden, in das Dunkel der Vergessenheit al
hineingeraten sind. Ja, es sind sogar Fälle vorgekommen, r `
Q dass die Unfähigkeit eines eben berufenen und von if
auswärtigen Ordinarien sehr warm empfohlenen Pro-
fessors derart himmelsch1·eiend war, dass die Fakultät
sofort einen zweiten Lehrer danebenzusetzen sich ge- 'I,
Q zwungen sah. _
Gegenüber solchen Vorkommnissen hat man gewöhn-
lich zu der Ausrede seine Zuflucht genommen, dass
Irrtümer vorkommen werden, so lange Menschen die ,i "
menschlichen Angelegenheiten regieren, aber man er- (
kennt nicht an, dass wenn derartige Fälle, wie die lj
erwähnten, zugestanden werden, es Pflicht aller Regie-
rungen ist, mit allen Mitteln darauf hin zu wirken, dass
solche Irrtümer, die zum Schaden einer Fakultät, einer _ _
Hochschule und der Wissenschaft überhaupt ‘vorge­
kommen sind, in Zukunft unmöglich gemacht werden.
Geben wir die Berufungen den Regierungen, so ist ja _
möglich, was wir übrigens bezweifeln, dass diese ebenso · ·
oft Fehler begehen würden, aber jede1· erträgt doch
·' leichter einen Irrtum oder einen Nepotismus der Re-
‘ gierung, als den seines Freundes oder seines Kollegen.
, In jedem Fall ist die eine Thatsache sehr beachtens-
wert, dass die schweren Irrtümer bei Berufungen im i
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