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gleichgiltig sein, denn ein Diebstahl bleibt ein Diebstahl,
te ., ob er vor hundert Jahren begangen ist oder heute. In
tt jedem Fall sind heute bei den schnelleren und leich­ ·
teren Verbindungen der Universitäten untereinander,
bei dem System der Verölïentlichung der Ernennungen
l? und Berufungen, bei den häufigen Zusammenkünften
der akademischen Lehrer selbst, derartige Vcrgänge zu
!l einer schnelleren und allgemeineren Kenntnis gelangt,
,‘ als es früher überhaupt möglich war.
Es gehört die ganze Naivetät und Selbsttäuschung
eines deutschen Ordinarius dazu, wenn man heute be-
M haupten will, dass die Fakultäten bei Berufungen fast
imme1· den richtigen Mann getroffen haben, der am
besten die Pr0fessu1· zu bekleiden imstande war. Sc
sagtHasse: ,,Persönliche Einflüsse und Rücksichtnahmen _
Y lassen sich niemals gänzlich ausschliessen, auch nicht F;
in de1· verantwcrtlichsten Stellung, und es sell durch- E
aus nicht geleugnet werden, dass solche auch bei den nl
_ _ Vcrschlägen zu den Berufungen eineR0lle spielen, nament­ Q
lich dann, wenn es sich um gleich befähigte Bewerber t l
handelt, allein sie spielen in Wirklichkeit eine weit
geringere Rolle, als man im Allgemeinen von Seiten
­ · der ausserhalb der Fakultät Stehenden glaubt." Wir ,9
sind nicht nur in der Lage, zahlreiche Professoren an-
zuführen, deren padagogische oder wissenschaftliche
Unfähigkeit unmittelbar nach der Ernennung sofcrt
evident war, indem die Berufung auf die Autorität rv
eines Verwandten oder eines Freundes erfclgte, scndern
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