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i 4 weilen illusorisch ist, indem eine Regierung die Fakul- · a
tätsvorschläge unberücksichtigt lässt, was natürlich bald { tg
‘ mit gutem Grund, bald ohne genügende Motivirung
; erscheint. l
`; Die Wahl der Fakultäten beschränkt sich aus- l
schliesslich auf akademische Lehrer selbst, Dozenten
‘ oder Professoren, da das eine Prozent der Universitäts-
lehrer, die heute noch aus dem praktischen Berufs-
l` klassen zum Vorschlag gebracht werden, kaum in Be- ,
‘ tracht gezogen werden kann. Dies ist noch bis vor
K kurzer Zeit am häuügsten bei den Theologen vor-
{I gekommen, als noch die württembergischen Pfarrer
einen gewissen Ruf in Mittel­ und Norddeutschland be-
y sassen, von dem heute wenig mehr gespürt wird, weit
‘ seltener bei Juristen oder Philologen. Es dürfte nicht
il allgemein bekannt sein, dass die Berufungen praktischer
ul, Juristen und Philologen, die oftmals einer Fakultät sehr _
i zu Statten gekommen sind, fast immer auf die Initiative bj
_ _ de1· Regierungen zurückgeführt werden müssen, nicht
j auf die de1· Fakultäten. Ebenso dürften Berufungen
Q praktischer Arzte zu den Seltenheiten gehören.
i Erwägt man nun, dass in der Regel der aus seiner .
~ r ­ Stellung scheidende Professor um ein Gutachten über- i Q
seinen Nachfolger ersucht wird, von dem die Fakultät
· ohne dringende Veranlassung nicht abweicht, so ergiebt L
sich, dass eigentlich immer ein einziger Professor den
‘ li Nachfolger zu bestimmen hat. Würde eine ähnliche
5 Verfassung vor hundert Jahren bei den deutschen Apell­
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