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Kontrolle auf Hochschulen, die mehrere Tausend Studenten
V haben, zur Unmöglichkeit werden kann. Erst vor kurzem ä;
{ hat der Rektor der Freiburger Universität, Professor
· l v. Holst, in einer ausgezeichnetcn Rektoratsrede aus-
einandergesetzt, dass heute die akademische Lern­
freiheït vielfach, und besonders von den Juristen, iden­
Q tifiziert werde mit ,,Faulfreiheit“. Dass aber diese ­
i Freiheit nicht eigentümlich einer Hochschule ist oder [Q
werden darf, liegt auf der Hand, und die Inspektorate
der Stifte und Institute sind stets demgemäss vor-
tl gegangen. Aber wenn wir auch zugeben, dass ein
{i gewaltsames Vorgehen, vo1· welchem besonders der aka-
l demische Lehrer selbst zurückschrecken wird, hier leicht
I das Mass der Freiheit, vvelches in jedem Fall die Grund­
, lage der Hochschulen bilden soll, vernichten könnte, so
sollte es doch die Aufgabe der akademischen Behörden
{M sein, ein Mittel zu finden, durch welches der ,,Faulf1·ei­
lr? heit“ Schranken gesetzt vvürden und der bevviesene
. ,‘ . Unfleiss seine unangenehmen Folgen nach sich zöge.
In jedem Fall würden zahlreiche Eltern in Deutschland
dankbar dafür sein, wenn die akademischen Behö1·den
Q sich zu einer, den Fleiss ihrer Söhne kontrollierenden
‘ ' Massregel, vvelcher Art sie auch sei, entschliessen könnten.
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