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wird mehr in Form des Extrakts gegeben werden `
l müssen, damit nicht einige Lehrer auf den haarsträu­ 'l "‘ '
V benden Gedanken kommen, Pandekten fünfzehn Stunden {
r die Woche zu lesen, wie dies thatsächlich in Süddeutsch- i
land vorkommt. Diese Mittel sind alle leicht durch-
zuführen, und erst nach ihrer Ausführung wird man t
1 dem juristischen Studium ein besseres Zeugnis zu er- '
teilen imstande sein. T
, Weit grössere Schwierigkeiten bietet die Reform
des medizinischen Unterrichts. Von dem Stoiïlichen 4,
der medizinischen Wissenschaft selbst wird der Medi- l
ziner nicht leieht etwas einbüssen können und wollen. E;
i Im Gegenteil ist anzunehmen, dass dieser Steff in der rl
l kräftigen Bearbeitung einer jugendfrischen Wissenschaft
andauernd wachsen und eine Verlängerung der Studien- ‘
zeit herbeiführen wird. Aus diesem Grunde wird man _
seine ganze Aufmerksamkeit den propädeutischen Fä.chern
_ zuwenden müssen, welche vor dem Mittelexamen liegen,
um zu sehen, ob da. nicht noch einiges von den Natur- ‘
wissenschaften entbehrt werden könne, dessen Extrakt
bereits in dem Gymnasialunterricht vorgetragen werden
_ sollte, sodass der junge Mediziner sich zum Zweck _
seines Mittelexamens uur einer häuslichen Wiederholung _ F
g des schon einmal angeeigneten Stoffes zu unterziehen à
hätte. Was an Zeit erspart wird, kann bequem mit einer
L oder zwei allgemeineren Vorlesungen des phil0sophisch­ ·
l historischen Gebiets ausgefüllt werden, jedenfalls auch
Q mit einer vielleicht etwas kleiueren Vorlesung über die ` è
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