HomeDie Reform der UniversitätenPagina 23

JPEG (Deze pagina), 854.23 KB

TIFF (Deze pagina), 5.35 MB

PDF (Volledig document), 40.09 MB

V i i ,, = , ik
langst verlangt worden ist, nicht länger entbehrt werden _ J ii
` E eine Einrichtung, die besonders bei dem medizinischen E
q Studium vortreüliche Früchte gezeitigt hat. Das Mittel-
examen wird zur Folge haben, dass das systematisch
xï durchgeführte Bummeln und das im Verbindungswesen
J aufgehende Leben der Juristen in den ersten Semestern
ä aufhört, wenn sie schon nach zwei Jahren sich einer Ill
Prüfung zu unterziehen haben, zumal bei bewiesenem il
Unlieiss ein grosser Teil der juristischen Kandidaten
, in diesem Examen durchfallen, und die Fakultät das
Recht bekommen würde, bei einem zweimal stattgehabten
Misserfolg den Kandidaten vom Examen, d. h. überhaupt 4
vom juristischen Studium, auszuschliessen. Dann werden
l_ _ die Herren Eltern schon Mittel finden, ihre Herren Söhne {
ik etwas frühzeitiger und energiseher dem Geld, Gesund­ ,
·. heit und Verstand kostenden Korpsleben der Gegenwart
,,2 zu entreissen.
nl Endlich aber müsste eine Kommission von sach­
v · verständigen Professoren und Praktikern alles das aus
3,, den juristischen Vorlesungen herauswerfen, was bei den
Q heutigen Verhältnissen bedeutungslos geworden ist, nach-
il dem es seinen Zusammenhang mit der lebendigen Gene-
l I, ration verloren hat, damit der Schwerpunkt mehr und
2 mehr auf das gelegt werden kann, was der junge Jurist
li i in seiner späteren Thätigkeit als Beamter vorzugsweise
gp » nötig hat, d. i. auf juristisches Denken überhaupt, dann
i aber besonders auf praktische Erfahrung in der Deutung
Q der Gesetzesparagraphen und im Prozesswesen. Anderes
4 Flach, Reform der Universitàteu. 2
il