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der heutigen Zeit seine praktische Bedeutung verloren
zu haben scheint? · ,
Die Frage nach der Möglichkeit einer Heilung der li
angeführten Schäden ist schon oben beantwortet worden. ` ‘·
iii Behandeln wi1· an dieser Stelle mit Ubergehung des iï
` Lehrermaterials, über das wir weiter unten sprechen ,
W wollen, die Reform des Unterrichts, so muss eine solche
i am schleunigsten und schärfsten mit dem juristischen
Studium vorgenommen werden, damit nicht die Zivili­
sation Deutschlands durch einen ungenügend ausge­ ·
bildeten Richterstand noch mehr Nachteile erleidet, als '
' heute bereits zu verzeichnen sind, und der deutsche
Richterstand die Höhe wieder erreicht, die er einstmals
` inne gehabt hat. Als erste Forderung muss daher auf- I
, gestellt werden, statt des heute gültigen Trienniums ein *
vierjähriges Studium einzuführen, damit eine grössere ·
iv juristische Klarheit und eine bessere Vertiefung in den t I`,
juristischen Stoif ermöglicht werden, der am zweck­ 5,
, mässigsten in de1· Weise auf die vier Jahre verteilt , ‘_
X wird, dass der ersten Hälfte der Studienzeit meh1· die t
theoretischen Vorlesungen gehören, der zweiten mehr s
die praktischen llbungen, wie sie zunächst in Seminarien ’
;F` vorgenommen zu werden pflegen. Es dürfte allgemein ik ·
' bekannt sein, dass Rudolf Gneist der erste gewesen N
j ist, der eine solche Forderung für das juristische Studium {
L gestellt hat. 3 « P
V Dann aber kann ein juristisches Mittelexamen, das 5 )
ir von dem intelligenten Laientum in Deutschland schon V
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