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ihre durehgehend ungenügende Bestrafung Ludwig
Fuld in Mainz mustergiltig gehandelt. Hervorzuheben
l ist ferner die grössre Unfähigkeit der Staatsanwälte bei
§ der Erhebung zahlreicher Klagen, besonders auf poli-
. tischem und Pressgebiet, die zunehmende Ungeschiek­
5 lichkeit der Präsidenten in der Leitung grosser Ver- A
1 handlungen und die zunehmenden Konflikte zwischen
i Staatsanwalt und Gerichtshof, und Gerichtshof und Ge-
i sehworenen. Dann aber stellt sich mit der geringeren
{ Ausbildung der juristisehen Klarheit die Unfähigkeit ein,
p überhaupt Gesetze zu machen und für ein ordentliches
g Prozesswesen zu sorgen, das in Deutschland gegen-
· wärtigtrotz des allgemein bei uns herrsehenden Glaubens,
_ auf dem Gebiete der Rechtspilege an der Spitze der
· europäisehen Kulturstaaten zu stehen, so schwer da1·­
‘ niederliegt, dass jeder Unbefangene, der einen deutsehen Q
Zivilprozess durchgemaeht hat, zu der Ueberzeugung
Y gedrängt wird, dass solehe Gesetze nur zu Gunsten der
Beklagten und jedenfalls zum moralischen Vorteil der
Anwälte gemacht sind, welehe den Prozess endlos ver- _ g
schleppen können, keineswegs etwa die Interessen des
benaehteiligten oder betrogenen Klägers vertreten sollen.
`; ‘ Auch über die Unklarheit zahlreieher Gesetze, z. B.
des Notwehrgesetzes oder des berühmten Duellgesetzes, I;
i ist oftmals und viel gesproehen worden. Andre Ver- 3
kommnisse der Gegenwart, dass Amtsriehter in ange­
ii trunkenem Zustande ihre Termine abgehalten haben,
werden hoifentlich stets`Ausnahmefälle bilden.
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