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l und damit seiner Zeit gute Erfolge erzielt haben. Dem-
C nach wird nicht zu leugnen sein, dass in den juristischen
g Fakultäten Deutschlands die grösste Anzahl dGl‘G1' sich g
{ beiindet, welche die Karriere des Strebers gemacht
gi haben. ·
Die Nachteile des ungenügenden Unterrichts gerade i
E in den juristischen Fakultäten Deutschlands sind unbe­ 1
g rechenbar und zweifellos für die Wohlfahrt der deutschen I
‘ Nation schwer empiindlich. In erster Linie muss hier
i · angeführt werden die immer dürftiger werdende Qualität
ä der jüngeren juristischen Beamten, welche die von Jahr l
; zu Jahr zunelimende Zahl der Rechtsirrtümer der Gerichts­ g
ä ` höfe in Deutschland bedingt, die ihrerseits wieder die ‘
i immer grösser werdende Unsicherheit und die Neigung _
der untersten Volkschichten zur Gewaltthätigkeit und ·
` Verrchung erzeugt. Erst vor kurzem hat über die ‘
fl Zunahme der Körperverletzungen in Deutschland und ;
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Kenntnisse, die zu einem Amte erforderlich sind, und die Er- "
i werbung derselben gleichgiltig zu machen. Glaubt sich etwa
i, der Teil unserer Jugend, den wir im Auge haben, durch bes011­
i dere geistige Fahigkeit dazu berufen, das Staatsschiif zu lenken?
Oder glaubt er diese Befähigung durch gewisseEigenschaften des ~ ; r
Charakters und der Gesinnung zu ersetzen, etwa durch die be- j
rühmte ,,Sehneidigkeii;"‘? ,,Das Jung·Deutschla11d der Patent- L
g l korps, des speziüschen Reservecfüziertums und der h0ffnungs­ `
l vollen Landi·atsaspiranten fühlt sich in besonders privilegiertem
I Besitze aller christ1ich­germanischen Tugenden, zumal im Ver-
l, gleich zu denjenigen Schichten des Bürgertumes, welche frei- A
i' sinnigen Grundsätzen hu1digen."
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