HomeDie Reform der UniversitätenPagina 15

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Aber das_]en1ge Moment, welches diese neue Regung
` ' unter den juristischen Prcfessorcn herv01·b1·ingt, ist aller-
dings etwas ganz neues, frühcr niemals vcrhanden ge-
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t wesenes, 1n den letzten Jahrzehnten entstandcnes und dig
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heute strahlenpilzartig das akademische Leben uber­
wucherndes und Keime streuendes - das Strebertum.
Selbst die Unterrichts­Zeitungen in Deutschland geben
sich über den streberischen Charakter der jungen juris-
tischen Beamten keinen Illusicneu hin, und bekämpfen
denselben in der schcnungslcsesten Weise,*) nur ver-
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. gessen SIC hinzuzufügen, dass die Schuler eben das
nachzuahmen pflegen, was sie bei ihren Lehrern erf0lg­ _
_reich angewandt gesehn haben, sc dass die jungen
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Referendaricn genau zu denselben Strebern he1·an­ gg
wachsen, die ihre Lehrer gewesen sind. Es ist scgar
Thatsache, dass nicht wenige der juristischen Prcfesscren fä
_ auch in kirchlicher Beziehung streberisch gewesen sind,
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bi *) Vgl. Zeitschrift für höheres Unterrichtswesen N0. 36.
(1887). Dort wird gesagt: ,, Es ist das jener ncudeutsche Zug
junkcrlicher ,,Schneidigkeit", der nach unten husarenmässiges
Drauflosgehn, nach oben demütig ersterbeiide Knechtsseligkeit,
‘ ‘ nach aussen gesellschaftliche Anmassung, nach innen Gefühls- JQ
verrohung mit sich führt. Es giebt da inannigfache Elexnente. s
& Das speziüsche Rcserveleutnantstum, das exklusive Korpswescn,
. E das Strebertum in Verwaltung und Justiz ­- das alles niisclit 3,;%
sich zusammcn zu dem eigenartigen .Tung­Deutschland, von g'§
· dcsscn ,,Weltanschauung“ uns Dir. Bcsse so eben eine charakte-
j ristische Probe gegeben ". ,,Der Geist, der einen gewisscn Teil S
h unscrer Jugend beherrscht, ist nur zu schr geeignet, gegen die
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