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i ntersuchungen, die ich über den Begriff
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, W Q, , der S1tte anzustellen hatte, fuhrten mich nl
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i “ ‘ auf den der Unsitte, und ich wahlte, um
" den Ietzteren an einieen Beis Jielen aus unserer
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heuti en Zeit zu erlautern, neben dem Duell und
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L den Leichenschmausen auch das Trink eld. Letz-
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‘ teres war mir bis dahin nur von der `uristischen I
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wv Seite entgegengetreten. Ich hatte mich desselben
in meinen conversatorischen Uebungen mit meinen
i Zuhörern bedient, um letzteren Gelegenheit zu
geben, an einem von der Theorie seiner prakti-
E sehen Einflusslosigkeit wegen nicht bestimmten
« Begriff sich in der Unterscheidung eines Begriüs
er von verwandten (hier des Geschenks, Almosens,
Lohns) und der selbstandigen eigenen Begriffs-
formulirung zu iiben; kurz, es War bloss der juri-
stisclndidaktisehe Werth, der bis dahin das Trinl<­ i
geld in meinen Gesiohtskreis gerückt hatte.
Der Gesiehtspunkt, unter dem ich es aus An-
lass jener Untersuchungen zu betrachten hatte, `
tührte mir eine neue Seite desselben entgegen: die ‘
sociale. Ich hatte mir über dieselbe zwar mein
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