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Gelegenheit, er untersage dem Gesinde die An-
nahrne der Trinkgelder, indem er demselben einen
Zuschlag zum Lohn gewährt, dessen es im Fall
der Uebertretung verlustig geht.
Ein weiterer Schritt'wäre dann der, dass er J
diejenigen Familien, mit denen er verkehrt, fïir
diese Einrichtung zu gewinnen suchte, womit sich é`
dann als selbstverständliche Consequenz die Ver- ,
abredung verbande, in ihren Hausern gegenseitig
kein Trinkgeld zu geben. Ich verhehle mir nicht,
dass die Durchführung dieser Massregel das Ver- I
hältniss eines intimeren Verkehrs zur Voraussetzung
hat, also nur innerhalb engerer Kreise Aussicht _
am" Verwirklichung hat, bei einer Geselligkeit im
grösseren Massstahe wiirde eine derartige persön-
I liche Conspiration gegen das Trinkgelderunwesen E
` sich durch die‘Verhä,ltnisse von selber ausschliessen.
Aber sie glaube ich durch ein anderes Mittel er- ,)i
setzen zu können. Es ist die Bildung eines Ver-
eins, welcher den angegebenen Zweck verfolgt,
aber mit diesem negativen Zweck zugleich den ~
· positiven der Unterstützung hülfsbedürftiger Dienst-
boten verbindet. Ich würde die Statuten desselben
in vier Paragraphen hringen können. § 1: Jedes
j . Mitglied des Vereins verpiiichtet sich, fortan in
Gesellschaften kein Trinkgeld mehr zu entrichten. g
{ . ` § 2: Statt dessen vielmehr einen jährlichen, dem
eigenen billigen Ermessen zu überlassenden Bei-
I trag an die Vereinskasse zu zahlen. § 3: Der ä
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