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; Bis zur Abschaffung der Trinkgelder in den
_ _ öffentlichen Erholungslocalen versteigen sich meine
Plane zur Zeit noch nicht. VVenn erst die Gast-
·‘ höfe von Trinkgeldern gereinigt sind, wird auch
wohl ihre Stunde geschlagen haben, und im Geist
I sehe ich schon den speculativen Kopf voraus, der
Q durch öffentliche Bekanntmachung und Anschlag
l in seinem Local dem Publikum die Mittheilung
t macht: ,,In meiner Wirthschaft wird fortan kein
_ Trinkgeld mehr entrichtet, die Annahme desselben
g ist der Dienerschaft aufs strengste unte1·sagt" -
T er würde sicherlich, wenn er es sonst an dem
, Nöthigen nicht fehlen liesse, grossen Zulauf haben!
i XV.
li Ich Wende mich dem Domestikentrinkgeld zu.
q' Die Beseitigung desselben mag mit grossen Schwie-
Ii rigkeiten verbunden sein, und ich unterschlatze sie
, nicht, aber ich halte sie nicht für unüberwindlich;
4 auch hier kommt es nur auf entschlossenen Willen
an, dem Unfug ein Ende zu machen. Dazu bietet
sich zunächst Jedem in seinem eigenen Hause
i sam öffnen lässt. Daxnit würde dem Drange von Gästen,
Ri welche sich für ungewöhnliche Dienstleistungen erkenntlich er-
! weisen wollen, Genüge geschehen sein, der Zweck, Ll6l1 sie
· im Auge haben, könnte erreicht werden, ohne dass der Kellner
I genöthigt würde, die Vorschrift zu übertreten, und eline dass
er das Gefühl hätte, dass seine Dienstleistungen nicht ent-
; sprechend vergütet worden wären, sein persönlicher Lohn be-
stände in dem Gefühl, für einen guten Zweck gewirkt zu haben.
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