HomeDas TrinkgeldPagina 60

JPEG (Deze pagina), 579.41 KB

TIFF (Deze pagina), 5.07 MB

PDF (Volledig document), 35.12 MB

P'
ll
ïï
~ eo ­­ _ ,
die Berichte der Reisenden über die thatsäch­ ;
liche Nichthandhabung der nominell angenommenen _ _
Norm die Versicheruug des Wirthes Lügen straften. r
Ein Wirth, der das Trinkgeld in seinem Hause ’
nicht dulden will, hat die Mittel in Händen, seinen I
Willen durchzusetzen, und Niemand als er ist
dafür verantwortlioh zu machen, wenn ihm dies {
nicht gelingt. Eine Notiz auf der Note: ,,Den i
Angestellten des Hauses ist das Annehmen von V
Trinkgeldern aufs strengste untersagt," ein ange- ‘
messener Lohnsatz, welcher sie der Nothwendigkeit §
.. . l
uberhebt, das Manko durch Trmkgelder zu decken, r
die strenge Aohtsainkeit auf ihr Benehmen den ,
Reisenden gegenüber, die unnachsiehtige Verhän­ r
gung der für den Fall der Uebertretung des Ver~ j
bots im Voraus angedrohten Nachtheile - und V
die Saehe ist abgemacht.*
IV
Ich füge hier noch einen Vorschlag hinzu, den ich ,
einigen Kellnern, die sich an mich in dieser Angelegenheit l
gewandt haben, in Bezug auf die Organisation ihres Vereins
gemacht habe. Er bcruht auf der Erwägung, dass das Gast- J
hofstrinkgeld unter Umständen vollkommen berechtigt sein
kann, nämlich bei Dienstleistungen, die über das gewöhnliche
Mass hinausgehen, z. B. der Bedienung von Kranken, späten x
Gästen, die über die übliche Zeit bleiben. Er besteht in der ,
; Aufstellung einer verschlossenen Büchse, deren Ertrag dem l
Verein zuiliesst ïnd zwar zum Zweck der Unterstützung hülfs- '
{ bedürftiger Mitglieder. Den Schlüssel zur Büchse erhält der I
Wirth des Gasthofes, und eine vom Verein ernannte Ver-
trauensperson drückt nach jedesinaliger Entleerung das Ver-
V einssiegel darauf, so dass sie sich nur von beiden gemein­
E
r