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ihre Entstehung verdankt, sich fcrtsetzt in den
Untugenden, die daraus bei den niederen Classen
hervorgehenz knechtische Gesinnung, sagen wir
offenz Bettlersinn, Habgier, falsche berechnete
Freundlichkeit, welche in ihr gerades Gegentheil
umschlägt, wenn sie sich in iihren Erwartungen
getäuscht sieht, und die eben darum, vveil sie eine
Prämie verlangt, die wahre nicht aufkommen llasst,
_ Holtzenderff bezeichnet sie treffend als Greditge­
schaft. Ich freue mich, auch hier auf die Zu-
stimmung dieses Schriftstellers Bezug nehmen zu "
können, vvelcher der Ueberzeugung ist, dass ,,durch
das Trinkgelderwesen der Mcralitat der unteren
Classe nicht vvenig geschadet vverde".
XIV.
Ist der Gesichtspunkt, den ich hier aufgestellt
habe, der richtige, so werden wir die Beseitigung
des Trinkgelderwesens als eine Aufgabe der natio-
nalen Pädagcgik bezeichnen dürfen, zu der Jeder,
der es mit dem Wohle des Volkes ernst meint,
seine Hand bieten sollte. Unter diesem "Gesichts­
punkt erfasst, handelt es sich dabei nicht um das
Abthun eines Uebelstandes, den lediglich die höheren
Classen empfmden, scndern eines solchen, der das
ganze Volk berührt.
Es ist daher nicht bless der Egoismus, welchen
ich zum Kampf in die Schranken rufe, obschon
auch er 4 allein schon volle Ursache häitte, den